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| Wie alles begann |
Wie alles begannVor dem Club sprang ich sofort in ein Taxi und fuhr wütend und vor allem enttäuscht zu Steffi's Wohnung zurück. Ich wollte nur noch meine Sachen holen und dann sofort verschwinden. Lieber wollte ich bis zu meinem Flug durch die Straßen laufen, als auf Steffi und ihre Drogentussi zu warten. Meinen Kram hatte ich nach ein paar Minuten im Rucksack verstaut und war abmarschbereit. Ich wechselte nur noch die unbequemen Stiefel gegen meine Sandalen und schulterte den Rucksack. Erst überlegte ich, Steffi wenigstens eine Nachricht da zu lassen, aber mir fiel nichts angemessenes ein. Wenn sie in nüchternem Zustand wirklich ein schlechtes Gewissen haben sollte, würde sie sich schon bei mir melden. Ich trat in die schwül-warme Kreuzberger Nacht und sah auf die Uhr. Halb vier. Ich widerstand dem Wunsch, meine Freundin Celine um diese Uhrzeit anzurufen, aber ich fühlte mich unendlich allein. Ich war aber auch trotzig. Steffi sollte schon sehen, was sie davon hat. Diese Drogentussi würde es ihr wohl kaum so gut besorgen, wie ich gestern abend. In mir reifte ein Entschluß. Ich würde die Nacht nicht auf der Straße oder in einer Bar verbringen, sondern im Bett mit einer Frau. Ich würde mir jetzt eine Lesbenbar suchen und hemmungslos flirten. Was hatte ich denn schon zu verlieren? Mich kannte hier doch sowieso niemand. Ich wischte mir die vereinzelten Tränen ab, die ich zu meinem Ärger nicht zurück halten konnte und lief Richtung Görlitzer Bahnhof, dem Mittelpunkt des berühmt-berüchtigten Stadtteils SO36. Von hier wollte ich die belebteren Straßen nach einer passenden Bar absuchen. Ich ging an einer düsteren Kneipe vorbei, vor der eine große Gruppe besoffener Punks rumhingen. Ein Absturzladen ganz nach meinem Geschmack, nur gab es hier kaum Frauen. Also zog ich weiter. Ein paar Minuten später fiel mir ein Laden mit der Regenbogenfahne der Schwulen- und Lesbenbewegung im Fenster auf. Sofort lief ich auf den Laden zu, aber drinnen wurde ich erneut enttäuscht. Es gab keine einzige Frau und die schwulen Männer sahen mich nicht grade freundlich an. Wahrscheinlich haben sie mich nicht als Lesbe identifizieren können, was bei dem bunten Gemisch auf den Kreuzberger Straßen auch kein Wunder war. Trotzdem fragte ich einen jungen Mann, ob er hier in der Gegend eine Lesbenbar kennen würde, aber er lachte nur und meinte, "Keine Ahnung, ich weiß nur wo es hier Schwänze gibt." Ich verließ den Laden. An einem Dönerstand besorgte ich mir erst mal eine Dose Bier und beschloß, ein wenig durch die dunklen Seitenstraßen zu ziehen. Zwar war mir doch etwas mulmig auf den schmalen Gehwegen zwischen den heruntergekommenen und mit Graffitis beschmierten Fassaden, aber ich war jetzt auch schon so angetrunken, das ich das ungute Gefühl verdrängte. So lief ich noch eine Weile und die Gegend wurde langsam immer unheimlicher. Auf den Gehwegen und in den vereinzelten Baulücken lagerten alle möglichen Sorten von Müll. Von vergammelten Küchenabfällen über kaputte Möbel bis hin zu verrosteten Autowracks. Es gab hier auch kaum noch Geschäfte. Die wenigen waren mit stabilen Metallgittern gesichert. Das einzige Geräusch war das Klatschen meiner nackten verschwitzten Füße in den Sandalen. Als mir schließlich noch eine Gruppe junger Türken entgegen kam, fühlte ich mich gar nicht mehr wohl in meiner Haut. Aber jetzt konnte ich auch nicht mehr umkehren. Ich verfluchte mich, weil ich nur die Schuhe, nicht aber den super kurzen Minirock und das knappe Top gegen was Vernünftiges getauscht hatte. Zum Glück beachteten sie mich kaum, nur einer bemerkte im Vorbeigehen: "Ey Süße, lass dir ma de Haare wachsen." Ein Anderer lachte und schlug seinem Kumpel auf die Schultern. Ich konnte mir grade noch einen dummen Kommentar verkneifen und ging mit heftig klopfendem Herz weiter. Ich wagte nicht, mich umzusehen, aber anscheinend hatten die Türken kein weiteres Interesse an mir. Vielleicht sollte ich doch lieber zur belebten Hauptstraße zurück gehen, wer weiß wer mir als nächstes begegnen würde. Ein paar Meter weiter meinte ich plötzlich leise Musik zu hören, die sich für mich aus der Entfernung wie Ska oder Reggae anhörte. Ich schöpfte neuen Mut und ging der Musik nach. Ich bog an der nächsten Straßenecke ab und sah in einiger Entfernung einen riesigen Skinhead an der Wand lehnen. Die gedämpfte Musik kam eindeutig aus dem Laden hinter ihm. Die Scheiben waren mir schwarzer Pappe verklebt und der Eingang bestand aus einer schwarzen Metalltür, die einen Spalt offen stand. Ein Schild gab es nicht. Vorsichtig näherte ich mich dem Skin bis ich sehen konnte, das er einen ‚Sharp‘ Aufnäher auf dem Ärmel hatte. Zumindest war das also kein rechter Laden. Ich stellte mich neben ihn und versuchte so cool wie möglich zu klingen: "Hey du, ist da drin noch was los?" Er sah mich an und ich merkte, das er sehr betrunken war: "Nee, nur noch'n paar Leutchen. Ick mach jetzt ooch'n Abflug." Darauf hin wankte er davon. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und betrat die Kneipe. Ich war positiv überrascht. Es lief Ska in angenehmer Lautstärke und die Einrichtung war einfach aber nicht vergammelt. An den Wänden hingen unzählige Tourplakate, aber auch eine Jamaica-Fahne und ein großes Poster, auf dem eine Faust ein Hakenkreuz zerschlägt. In einer Ecke saß ein Grüppchen von vielleicht fünf Skinheads und ein paar Punks, dabei auch zwei Mädels. Alle waren ziemlich großflächig tätowiert und kümmerten sich überhaupt nicht um mich. An einem Billardtisch spielten zwei Schwarze mit langen Rastalocken und an der Bar saß eine ältere Frau, von mindestens fünfzig Jahren. Sie unterhielt sich mit der Barfrau, die wohl so Mitte zwanzig und nicht viel größer und etwas zierlicher als ich war. Sie trug ihre schwarzen Haare in diesem typischen Haarschnitt der Skinhead-Mädels. Sehr kurz geschnitten auf dem Kopf mit längeren Haaren an den Seiten, im Nacken und in die Stirn. Sie war nicht wirklich hübsch, aber interessant. Sie trug so eine Art Schottenrock, ein graues enges T-Shirt von Lonsdale und weinrote Springerstiefel. Beide Arme waren bis zu den Handgelenken tätowiert und auch auf der Brust hatte sie zwei Tattoos. Zwei Schwalben, die ein Spruchband in den Schnäbeln mit dem Schriftzug ‚Rude Girl‘ trugen. Ich setzte mich auf einen Barhocker und die Frau nickte mir zu: "Was darf's denn sein?" - "Ein Becks und nen doppelten Wodka.", bestellte ich. Sie grinste mich an: "Willst dir am frühen morgen wohl noch den Gong geben, wa?" Sie hatte einen leichten Akzent, wahrscheinlich aus Osteuropa. Sie stellte mir die Drinks hin und unterhielt sich weiter mit der älteren Frau, die aussah wie eine Mischung aus Obdachloser und Sozialpädagogin. "Ey Mille, bring ma noch drei Becks!", rief einer der Skins von dem hinteren Tisch. Sie holte drei Flaschen aus dem Kühlschrank und rief zurück: "Bin ick deine Mama, Rico? Hol's dir jefälligst ab!" Er grinste und kam zur Bar, dabei musterte er mich von Kopf bis Fuß. "Warst noch nich oft hier, wa?", fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf und sagte so selbstbewusst wie möglich: "Nee, ich komm nicht von hier." - "Prost, ick bin Rico.", sagte er und hielt mir seine Becksflasche entgegen. "Anja.", sagte ich nur und stieß mit ihm an. Beide nahmen wir einen langen Schluck. "Kannst ooch jerne zu uns an'n Tisch kommen, wenn de willst.", schlug er vor. "Nee danke, mir ist heute nicht so nach Gesellschaft.", entgegnete ich freundlich. Er zwinkerte mir zu und sagte: "Schade, aber wer nich will, der hat schon." Damit verzog er sich wieder zu seinen Kumpels. "Mach dir nüscht draus, der probiert's bei jeder!", sagte Mille zu mir und grinste. "Schon in Ordnung, mir ist nur nicht nach vielen Leuten jetzt.", erklärte ich. "Scheiß Tag gehabt?" "Und wie!" "Und jetzt willste dich volllaufen lassen?" "Ja, vielleicht." Ich kippte den Wodka runter und schüttelte mich. "Willste reden?" "Ja, warum nicht." "Also, wat is'n passiert?" "Stress mit einer Freundin, die ich hier besucht hab." "Wo kommst'n her?" "Aus der Nähe von Koblenz..... gibt mir mal noch nen Wodka, bitte. Und dir auch einen, wenn du willst." "Ick komm eigentlich aus Litauen, bin aber schon fünf Jahre in Berlin. Hier dein Wodka." "Prost. Ich bin Anja." Ich hielt ihr das Schnapsglas entgegen. "Ludmilla, sag aber lieber Mille, is kürzer!" Wir stießen an und kippten den Wodka runter. "Und, wo wohnste hier?", fragte Mille. "Das ist ja das Problem, ich hab bei meiner Freundin geschlafen. Mit der hab ich mich aber zerstritten und jetzt muss ich die Zeit bis 17 Uhr rumkriegen. Dann geht mein Flieger nach Hause." "Wenn de willst, kannste bei mir pennen. Musst nur warten bis wir hier Feierabend machen." "Danke, wär nicht schlecht noch ein paar Stunden zu schlafen." "Keen Problem, ick wohn auch gleich um die Ecke. War's ne jute Freundin?" "Ja. Dachte ich zumindest." "Nur jute Freundin oder lesbisch?" Mille war ganz schön direkt, aber das war mir jetzt grade recht. "Lesbisch.", antwortete ich und sah ihr dabei in die Augen. "Is ok, bin auch bi." Sie zwinkerte mir zu. Bingo! Dachte ich mir. Jetzt würde ich Steffi schon zeigen, wer von uns beiden feige ist. Diese Frau anzubaggern hätte sie sich sicher nicht getraut. "Biste verliebt in deine Freundin?", wollte Mille wissen. "Nicht direkt verliebt, ich kannte sie erst seit gestern. Vorher nur vom Internet." "Was is'n dann passiert?" "Wir waren im Sage-Club. Sie hat da eine Freundin getroffen und die beiden wollten mich zum koksen überreden. Ich nehm aber keine Drogen. Dafür haben sie mich ausgelacht und haben miteinander rumgemacht." "Hättest ihr die Fresse polieren sollen!", stellte Mille fest, als wäre das die normalste Sache der Welt. Ich mußte lachen. Ich bin zwar eigentlich gegen Gewalt, aber der Gedanke, Steffi zu verprügeln, gefiel mir in meinem angetrunkenen Zustand. "Ja, vielleicht hätte ich das tun sollen.", grinste ich sie an. "Definitiv! Wat machste denn so in Koblenz?" "Ich geh noch zur Schule, bin durchs Abi gefallen." "Und danach? Schon Pläne?" "Ich werd wohl irgendwas studieren, weis nur noch nicht genau was." "Studier doch in Berlin. Als Lesbe kannste hier ein geiles Leben haben." "Kann ich mir schon vorstellen. Sag mal Mille, wie sieht's denn so in deinem Privatleben aus?" "Ick hab nen Freund, falls du dit meintest. Aber den seh ick im Moment kaum." "Warum?" "Der sitzt. Schwere Körperverletzung. Hat sich mit nem Nazi gekeilt. Wenn du mich fragst, Notwehr! Scheiß System." Auf der einen Seite war ich enttäuscht, das sie einen Freund hatte. Andererseits würde er uns wohl kaum stören und ich wollte ja schließlich auch nur einen One-night-stand. Wir tranken noch einige Wodka zusammen und redeten über Musik, Konzerte und anderes belangloses Zeug, bis Mille endlich sagte, das sie den Laden jetzt zumacht. Es waren sowieso nur noch ein Punk, der an seinen Tisch eingeschlafen war, und die ältere Frau da, die uns die ganze Zeit beobachtet aber nichts mehr gesagt hatte. "So Leute, ick mach jetzt dicht. Entweder ihr jeht nach Hause oder ihr sauft woanders weiter.", rief Mille in den Raum. Sie schaltete die Musik aus und das Licht an. Sofort wurde es taghell in dem Laden und die ältere Frau stöhnte unwillig. Langsam trollte sie sich zur Tür, während Mille den völlig betrunkenen Punk zum Ausgang eskortierte. "Bis morgen, Dicker."; verabschiedete sie ihn und schloß die Tür ab. "Nimm mal noch'n paar Bier mit, dann machen wir uns auch davon.", sagte Mille zu mir und ich stopfte einige Flaschen in meinen Rucksack. Wir verließen den Laden durch die Hintertür in einen kleinen Innenhof. Es war schon ziemlich hell draußen und ich musste lange gähnen. "Komm Süße, ab nach Hause.", sagte Mille und hakte sich bei mir unter. Schweigend liefen wir die Straßen entlang, die im hellen nicht mehr ganz so beängstigend wirkten. Wir kamen zu einem kleinen Park und schlenderten hinein. "Wollen wir hier noch ein Bier trinken?", fragte ich sie. Ich fand es hier irgendwie schön. "Klar, wenn dir nich zu kalt ist. Hast ja kaum wat an." Wir setzten uns im Schneidersitz gegenüber auf die total verlassene Wiese und öffneten zwei Bier. Nach einigen Schlucken beugte ich mich vor und küsste Mille auf den Mund. Sie war nicht im geringsten überrascht sondern schlang die Arme um meinen Hals und küsste mich leidenschaftlich zurück. Ich griff um ihre Taille und zog sie so fest ich konnte an mich. Wir fielen eng umschlungen auf die Seite. Durch ihr Shirt konnte ich ihre hart gewordenen Brustwarzen spüren. Mille küsste richtig wild. Ihre Zunge war überall in meinem Mund und sie rieb ihr Knie zwischen meinen Beinen. Sofort wurde ich feucht. Nachdem wir uns einige Minuten intensiv geküsst hatten sah mir Mille tief in die Augen und sagte: "Ey Anja, du hast ja richtig Kraft!" Ich merkte, das ich sie immer noch so doll ich konnte an mich drückte. Sofort ließ ich locker: "Sorry, ich war grad so erregt.", flüsterte ich ihr grinsend zu. Sie lachte: "Nee, ick fand dit toll. Ick steh uff starke Frauen." Sie griff mir um den Oberarm und forderte mich auf, meine Muskeln anzuspannen, was ich dann auch tat. "Nich schlecht, nich schlecht.", murmelte sie und nahm einen tiefen Schluck Bier. Ich fand ihr verhalten jetzt doch etwas seltsam. Sie setzte sich auf und sah mich an: "Haste Lust, mit mir zu kämpfen?" Ich war total überrascht und wusste gar nicht was sie meinte: "Wie, kämpfen? Was meinst du damit?" Sie sah mich immer noch ernst an: "Ick mein keene Klopperei. Ich will mit dir Ringen, ohne Schlagen, Beißen, Kratzen und so. Einfach unsere Kräfte messen, dit find ick total erotisch." - "Und wie soll das ablaufen?", fragte ich unsicher. "Ick hab'n großet Wohnzimmer. Wir ziehn uns aus und Ringen einfach. Und die Siegerin kann mit der andern machen wat se will." Mille hatte ein funkeln in den Augen. Das hörte sich für mich sehr seltsam an. Aber auch interessant. "Hast du sowas schon mal gemacht?", fragte ich sie. "Ja schon'n paar mal und war immer saugeil. Du bist doch durchtrainiert. Wenn du wie'n Weichei aussehen würdest, hätt ick nich jefragt. Aber wenn de nich willst, kannste natürlich auch so bei mir pennen." Sie grinste. "Sex jibts aber nur wenn de vorher mit mir kämpfst." Ich war jetzt total verunsichert. Ich kannte diese Frau doch erst seit ein paar Stunden. Und immerhin hatte sie einen Freund der wegen schwerer Körperverletzung im Knast sitzt. Andererseits hatte ich mir doch vorgenommen, nach der Pleite mit Steffi heute etwas ganz außergewöhnliches zu erleben. War das nicht eine einmalige Chance? "Naja, wenn wir es erst mal langsam angehen, ich hab sowas in der Art noch nie gemacht.", schlug ich vor, aber Mille hatte andere Pläne: "Nee, nee. Volle Power oder jar nich. Musst dich schon entscheiden, Süße." Ich musste wieder kurz überlegen. Ich muss zugeben, ich hatte einen mächtigen Respekt vor Mille, obwohl sie nicht so durchtrainiert wie ich aussah. Aber was hatte ich denn zu verlieren, selbst wenn sie mich besiegen würde? Der Alkohol tat das Seine dazu und ich sagte: "Ok, Mille. Dann freunde dich schon mal mit dem Gedanken an, meine Füße zu küssen!" Sie warf mir einen Blick zu, der mich kurz in Angst versetzte. War ich zu weit gegangen? Aber gleich grinste sie breit und hakte mich wieder unter. "Dann lass uns mal schnell abzischen, bevor dich der Mut verlässt." Den weiteren Weg sprachen wir kaum noch, bis wir auch schon an ihrer Wohnung angekommen waren. Als die Tür ins Schloss gefallen war, nahmen wir uns wieder in die Arme und küssten uns stürmisch. So standen wir fast fünf Minuten. Dann entzog sich Mille meinem Griff und grinste breit: "So, jetzt wird's ernst. Mitkommen!" Sie führte mich in ihr spärlich eingerichtetes Wohnzimmer und machte Musik. Mein Herz begann zu klopfen wie verrückt. Am liebsten hätte ich die ganze Aktion abgesagt, aber ich wollte es jetzt auch durchziehen. Rein von der Optik her standen meine Chancen nicht schlecht, sie zu überwältigen. Vielleicht wollte sie ja genau das. Mille zog sich ihre Springerstiefel aus und ich fragte, ob ich auch meine Sandalen ausziehen sollte. "Is mir Wurscht! Gleich machen wir uns sowieso nackig!", antwortete Mille. Wir räumten den Couchtisch zur Seite und hatten so eine Fläche von rund 4 mal 5 Meter für unseren Ringkampf. Mille zog sich das T-Shirt aus. Sie hatte noch zahlreiche weitere Tattoos auf Bauch und Rücken, dann ließ sie den Rock fallen. Sie stand jetzt in einem einfachen weißen Slip vor mir. "Na los, nich so schüchtern.", ermutigte sie mich. Ich zog mein Top aus und zog mir den Rock zusammen mit meinen Tanga herunter. Zum Schluss zog ich die Sandalen aus. Jetzt streifte auch Mille ihren Slip ab. Ihr dichtes Schamhaar hatte sie rot gefärbt und sie trug ein Piercing durch eine Schamlippe. Sie stellte sich mir gegenüber und stemmte die Arme auf ihre Hüften. "Los, greif mich an!", forderte sie mich auf. Aber ich wusste nicht wie. "Greif du mich doch an!", erwiderte ich. Bevor ich den Satz beendet hatte, stand Mille neben mir und drückte mich nach hinten. Sie hatte ein Bein hinter mich gestellt und ich landete total überrascht auf dem Boden. Mille stürzte sich auf mich und wollte mich in den Schwitzkasten nehmen. Aber ich hatte ihre Handgelenke gepackt und drückte sie von mir weg. Es gelang mir, sie wegzuschieben, obwohl sie sich mit ihrem ganzen Gewicht auf mich drückte. Ich hatte definitiv mehr Kraft als sie. Ich schaffte es, sie seitlich von mir zu stoßen, ohne ihre Handgelenke loszulassen. Ich wollte sie auf den Rücken wälzen, aber jetzt hatte sie ein Bein zwischen uns geschoben und drückte mich damit weg. Ich musste schließlich ihre Arme loslassen und wir belauerten uns gegenseitig auf allen Vieren. Plötzlich schoss Mille mit katzenartiger Geschicklichkeit nach vorn. Sie schob ihren Arm zwischen meinem Körper und meinem Arm durch und drehte sich um 180 Grad. Dadurch wurde mir mein Arm auf dem Rücken gedreht. Sie konnte in diesem Griff mit ihrer Schulter starken Druck auf meinen Arm ausüben ohne ihre Hände benutzen zu müssen. Der Schmerz in meiner verdrehten Schulter zwang mich flach auf den Boden wo ich heftig keuchend liegen blieb. Mille's Griff war dermaßen fest, das ich nicht wagte mich zu rühren. Ich hatte mich mit meiner Niederlage abgefunden. Nur sah das Mille anscheinend anders. "Los, wehr dich Anja!" - "Ich kann nicht, ich geb auf.", stöhnte ich. Mille hielt mich weiter im Griff: "Doch, du kannst. Musst nur wollen. Los, wehr dich!" Sie verstärkte den Druck und ich hatte Angst, sie würde mir die Schulter auskugeln. Ich musste einsehen, das sie mich wohl nicht einfach loslassen würde. Ich begann mich in ihrem Griff zu winden, dann kam mir die rettende Eingebung. Ich drehte mich auf dem glatten Boden in Mille hinein, so das mein Arm wieder in einer normalen Position war. Mille war von meiner plötzlichen Befreiungsaktion wohl überrascht. Ich schlang schnell einen Arm um ihren Hals und zog mit aller Kraft zu. Schnell hatte ich sie im Schwitzkasten und wälzte mich auf sie. Jetzt hatte ich sie auf dem Rücken, ihr Kopf wurde schon langsam rot. Obwohl ich schon völlig ausser Atem war, keuchte ich ihr ein: "Jetzt hab ich dich." entgegen. Mille zerrte mit beiden Armen an meinem Arm, mit dem ich sie würgte. Aber durch mein regelmäßiges Fitness-Training konnte ich sie weiter im Griff halten. Auch Mille geriet jetzt ganz schön ausser Atem, aber ich war von ihrem letzten Angriff gewarnt. Fast drei Minuten konnte sie sich nicht aus meinem Griff befreien, trotzdem würgte ich sie weiter. Mille keuchte schwer, sie sah fast hilflos aus. Aber genau so plötzlich und unvermittelt wie das letzte mal griff sie wieder an. Sie zog ihre Beine an und schlang sie um meinen Hals. Sie versuchte mich nach hinten zu ziehen, aber ich hielt sie weiter so fest ich konnte im Schwitzkasten. Irgendwie schaffte sie es, das ihr einer Fuß genau auf meinem Kehlkopf lag und drückte jetzt kräftig zu. Der Druck auf meinen Hals wurde so stark, das ich sie aus dem Schwitzkasten entlassen musste. Wieder erinnerte mich ihre Reaktion an eine Raubkatze. Sie hatte es geschafft mich mit ihren Beinen auf den Rücken zu ziehen. Schnell wand sie sich unter mir hervor und sprang auf mich. Sie saß sofort breitbeinig auf meiner Brust und packte meine Handgelenke. Wieder hatten wir die Situation, das sie mit ihrem ganzen Gewicht versuchte, meine Arme auf den Boden zu drücken. Allerdings war ich jetzt durch den Kampf so geschwächt, das ich ihr Gewicht nicht lange hoch drücken könnte. Wir keuchten und stöhnten beide vor Anstrengung aber Zentimeter um Zentimeter näherten sich meine Arme dem Boden. Mille war jetzt eindeutig in der besseren Position. Ihre Adern am Hals traten von der Anstrengung hervor und sie war knallrot im Gesicht. Ihre Entschlossenheit war verblüffend. Sobald meine Arme den Boden berührten, machte sie einen Satz nach vorn auf mir und drückte mir die Knie auf die Oberarme. Dabei saß sie auf meinem Busen, was alles andere als angenehm war. Für den Moment war ich hilflos. Ihre Knie auf meinen Armen schmerzten und zusätzlich hielt sie immer noch meine Handgelenke am Boden fest. Schweiß rann ihr vom Gesicht und tropfte auf meinen Körper. Außerdem konnte ich den herben Geruch ihrer Scheide wahrnehmen, die kaum 20 Zentimeter von meinem Gesicht entfernt war. "Los, wehr dich!", keuchte sie wieder. Jetzt aber auch deutlich erschöpfter. |