Gay Treffs 3

„Dein Vater war sehr sauer, hm?“ Mark warf einen Seitenblick auf David, der neben ihm ging. Sie beide waren gerade auf dem Weg zu Mark. „Naja, was würdest du denn sagen, wenn du in seiner Situation wärest? ‘Alles klar’ und ‘mach nur weiter’?“ „Nein, das nicht. Aber ich hätte dich nicht vor die Tür gesetzt. Man kann doch über alles reden.“ „Nicht mit meinem Vater.“ David blinzelte in die Sonne. Heute war ausnahmsweise mal gutes Wetter. „Ja, ich kenne ihn ja nicht.“ „Is wohl auch besser so.“ „Naja.“ Sie gingen schweigend weiter, bis sie bei Mark Zuhause angekommen waren. Mark schloß die Tür auf. „Seh ich vertrauenswürdig aus?“, fragte David skeptisch. Mark sah ihn. Er lächelte. „Auf jeden Fall total süß.“ Davids Gesicht bekam etwas Farbe. „Mama! Ich bin Zuhause!“ David trat ein. Das Haus war ihm ja mittlerweile bekannt. „Hallo Mark.“ David sah eine Frau aus einer Tür kommen, anscheinend aus der Küche. Es war Marks Mutter. „Ach...hallo.“ Sie kam auf David zu und gab ihm die Hand. „Das ist David.“, sagte Mark. „Dann hallo David.“ „Guten Tag.“, sagte David höflich und räusperte sich. „Ißt er mit uns?“, fragte Marks Mutter, ihrem Sohn zugewandt. „Ja. Außerdem hätte ich mal mit dir zu reden.“, sagte Mark und schob seine Mutter in Richtung Küche. „...Ja? Na, da bin ich ja mal gespannt.“ „Geh doch schon mal in mein Zimmer.“, rief Mark David zu. „OK.“, erwiderte David. Er wartete, bis die beiden in der Küche verschwunden waren, dann ging er die Treppe hoch. Er betrat Marks Zimmer. Er sah sich kurz um. So genau hatte er sich noch gar nicht umgeschaut. Er ging zum Bücherregal und studierte die Büchertitel, nahm hin und wieder eins heraus, um darin zu blättern. Marks CDs waren auch ganz interessant. Nach einer Weile setzte er sich auf das Bett. Er sah sich mehr oder weniger interessiert um und drehte an seiner Uhr. Als die Tür aufging, sprang David reflexartig auf. „Alles klar.“, wurde er von Mark beruhigt, der eintrat. Davids Gesicht bekam einen freudigen Schimmer. „Echt? Das finde ich ja toll!“ „Tja.“ Mark zuckte selbstzufrieden mit den Schultern. „Vielen Dank.“, sagte David. „Sag das meiner Mutter.“ Mark ließ sich auf seinen geliebten Sessel fallen, auch David setzte sich wieder. „Mach ich. Und dein Vater?“, wollte David noch skeptisch wissen. „Mal ganz nebenbei: Du hast jetzt ‘ne ziemliche Vaterallergie, was?“, mutmaßte Mark. „Ja, kein Wunder, oder?“, gab David zurück. „Also?“ „Meine Mutter wird ihn drauf vorbereiten. Das geht schon.“ Nach einer Weile fragte David: „Sag mal...was hast du ihr eigentlich erzählt?“ „Die Wahrheit natürlich nicht.“, meinte Mark beschwichtigend. „Weiß nicht. Irgendwas.“ „Irgendwas? Na, beruhigend.“ David ließ sich flach auf das Bett sinken. „Ich sagte doch: Ich mach das.“, Mark zog einen Schmollmund. „Wenn du willst, dann kannst du auch gehen.“ „Gehen? Wohin denn?“ David setzte sich wieder auf. „Ich bin dir ja dankbar, aber im Moment bin ich noch ein bißchen durch den Wind.“ Mark sah David gespannt an. „Ja...und jetzt?“ David zuckte mit den Schultern. „Dein Haus.“ „Ja, am besten zeige ich dir mal dein Zimmer, also unser Gästezimmer.“ Mark stand auf und streckte David die Hand entgegen. „Komm.“ David sah auf die Hand, dann in Marks Gesicht. Dann nahm er die Hand und ließ sich hochziehen. Er und Mark durchquerten den Flur und traten in einen kleinen Raum. Er war schlicht, aber nett eingerichtet. Ein Kleiderschrank, eine Kommode und ein Doppelbett standen in dem Zimmer. „Nett.“, bemerkte David. „Naja, fürs Schlafen wird’s reichen.“, meinte Mark und warf sich auf das weiche Polsterbett. „Und ich denke, hier wirst du Platz genug haben.“ David zögerte kurz, dann ließ er sich neben Mark fallen. „Hier könnte ich glatt einschlafen.“ Er schloß die Augen. „Aber doch jetzt nicht!“ Als David die Augen öffnete, sah er Marks Gesicht über sich. „Wollen wir uns heute Abend nicht ins Nachtleben stürzen?“ „Ich nicht.“, meinte David, rollte sich auf die Seite und stützte seinen Kopf auf die Hand. „Aber du kannst dir ruhig einen wilden Abend machen.“ „Alleine? Das ist auch blöd.“ Mark legte sich auf den Rücken und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Na gut, wenn ich du wäre, hätte ich auch keinen Bock auf Abtanzen.“ „Aber das sollte dich nicht abhalten.“ „Nein. Sagte ich ja schon.“ „Aber du bist doch auch kein Mauerblümchen, oder?“, sagte David. „Es gibt bestimmt viele, die mit dir irgendwohin gehen würden, besonders am Freitag.“ „Was soll denn das jetzt?“ Mark sah David fragend an. „Ich kann mich auch gut anders beschäftigen. Zum Beispiel mit dir hierbleiben und einen Film gucken, was immer.“ „OK. Ist mir auch recht.“ „Wie gütig.“ Mark drehte sich auf den Bauch. „Am liebsten würde ich hier in dem großen Bett schlafen.“ Er machte eine Pause. „Das mache ich manchmal, wenn ich keinen Bock mehr auf mein Zimmer habe.“ „Ist ja auch gemütlich.“, stimmte David ihm zu. „Hm.“ Plötzlich hörten sie die Stimme von Marks Mutter von unten her rufen: „Mark! Kommt ihr Essen bitte?“ „Ja!“, rief Mark zurück und seufzte. „War gerade so schön bequem. Kommst du? Ich hoffe, du magst Nudelauflauf.“ Er stand auf. „Na klar.“, meinte David und folgte Mark nach unten ins Eßzimmer. Als sie eintraten wies Mark auf einen Platz am Eßzimmertisch. „Du sitzt da, wenn’s recht ist.“ „Ja, ja.“ Also nahm David Platz. Da kam auch schon Marks Mutter mit einer dampfenden und duftenden Keramikform mit Nudelauflauf ins Zimmer. „Ich hoffe, er ist was geworden. Ich habe mal ein neues Rezept ausprobiert.“ Sie stellte die Form auf einen Untersetzer. Sogleich machte sich Mark darüber her. „Oh. Verzeihung.“, sagte er nach einer Weile und grinste verlegen. Er nahm Davids Teller und häufte eine große Portion Auflauf darauf. „Nicht so viel!“, rief David. „Danke!“ „Zuerst der Gast.“, meinte Mark weiterhin grinsend. Dann herrschte gefräßige Stille. „Schmeckt’s euch?“, fragte Marks Mutter. Die beiden Jungen nickten. „Ich find’s gut.“, sagte Mark. „Ich find’s auch gut.“, echote David. „Dann bin ich ja beruhigt.“ „Wann kommt Papa heute?“, fragte Mark und legte das Besteck beiseite. „So gegen sechs glaube ich.“, erwiderte seine Mutter. „Was macht dein Vater eigentlich?“, wollte David wissen. „Betriebsarzt im VW.“, sagte Mark. „Und was habt ihr heute noch so vor?“, wurden die beiden gefragt. „Nichts mehr großes.“, meinte Mark. „David ist ein bißchen angeschlagen.“ Marks Mutter nickte mitfühlend. „Ruht euch aus. Wenn ihr wollt, könnt ihr morgen mit nach Hannover kommen.“ „Hannover?“ Mark sah seine Mutter fragend an. „Davon weiß ich ja gar nichts.“ „Doch, doch, Papa hat da was zu erledigen und ich seh mich ein wenig in den Geschäften um.“ „Wenn du Lust hast...“ Mark sah David an. „Sicher. Mal sehen, wie’s dann ist.“ Mark nickte verständnisvoll. „Bist du fertig?“, wollte er wissen. „Ja.“, erwiderte der Angesprochene knapp. „Gut, dann gehen wir hoch, ja Mama? Sollen wir was mit in die Küche nehmen?“ „Nein, nein, geht nur.“, winkte sie ab. „Gut, gehen wir.“ Die beiden Jungen standen auf, verließen das Eßzimmer und gingen wieder die Treppe hinauf. Mark steuerte zielsicher auf das Gästezimmer zu, um sich dort wieder auf das Bett fallen zu lassen. „Ach ja, satt und zufrieden.“ Er seufzte. David legte sich auf die andere Hälfte des Bettes und starrte an die Decke. „Du hast `ne tolle Familie.“, bemerkte er. „Du hast ja erst meine Mutter kennengelernt. Aber die ist echt in Ordnung.“, äußerte sich Mark. „Dein Vater nicht?“ „Doch, aber er ist noch ein wenig komisch wegen meines „Outings“. Wow, bin ich hipp.“, sagte Mark aufgrund seiner fachlichen Äußerung. „Wenigstens hat er dich nicht rausgeworfen.“ „Tut dir doch ziemlich leid oder?“ Mark drehte sich zu David um. „Eigentlich geht es. Aber ich verstehe nicht, warum mein Vater nicht wenigstens gefragt hat, wieso ich das alles gemacht habe. Das hat mich irgendwie enttäuscht.“ „Willst du noch mal mit ihm reden?“ David schüttelte den Kopf. „Im Moment ist das so ziemlich unmöglich. Der läßt mich sicher nicht mal ins Haus.“ „Gib ihm ein bißchen Zeit. Er wird schon merken, was er verloren hat.“, meinte Mark. „Da wäre ich mir gar nicht so sicher.“, sagte David wenig optimistisch. „Mach dir jetzt erst mal keine Gedanken.“ Mark fuhr mit der Hand durch Davids Haarfransen. David zuckte zurück. „‘Tschuldigung.“ Mark zog seine Hand zurück und legte sich wieder auf den Rücken. „Manchmal bin ich so.“ David sagte nichts. „Ich bemüh mich, OK?“ „Nein, nein, schon in Ordnung.“ „Doch, ich weiß, ich kann ganz schön nerven.“ „Hey, ich sagte, es ist in Ordnung.“ David stupste Mark an. „Sehr nett von dir.“ Mark sah David an. „Deine Augen glänzen total.“, bemerkte David. „Woher das wohl kommt.“ David brach den langen Blickkontakt ab, in dem er sich ebenfalls auf den Rücken neben Mark legte. „Ich will ja nicht sagen, daß diese Situation nicht unangenehm ist.“, sagte Mark. „Hm?“ David verstand nicht. „Dir fällt wohl immer irgendein Blödsinn ein, hm?“, sagte er deswegen. „Ja, manchmal sollte ich lieber meine Klappe halten.“, erwiderte Mark. David spürte, wie Marks Hand sich auf seine eigene legte. Er zog sie nicht weg. Statt dessen beobachtete er Mark mit klopfendem Herzen aus dem Augenwinkel. Der lag mit geschlossenen Augen ganz ruhig neben ihm. Also bemühte er sich, ebenfalls ruhiger zu werden und machte auch die Augen zu. David hörte Mark seufzen. Er drehte sich zu ihm. „Hm?“ „Schon OK. Weißt du, das habe ich mir die ganze Zeit gewünscht.“, sagte Mark. David jedoch fühlte sich immer noch nicht ganz wohl und zog deshalb seine Hand unter Marks weg. Mark sah David an. „Hab ich jetzt wieder was blödes gesagt?“ David schüttelte den Kopf. „Was dann?“ „Ich weiß nicht.“ Mark musterte David. „Hm.“ „Weißt du, ich bin das alles nicht so gewöhnt.“, sagte David als Entschuldigung.“ „Naja, was...was...Sex angeht, da bist du mir ja um einiges voraus.“ Mark schnaubte ein wenig enttäuscht und entrüstet. „Das ist doch was anderes als...als..:“ David stockte. „Als Liebe!“ Mark sagte nichts. „Oder dachtest du, mein „Job“ hätte viel mit Zärtlichkeit zu tun gehabt?“ „Nein, das nicht.“ „Siehste. Dann erwarte auch nicht von mir, daß ich mich auf einmal darauf einstellen kann. Ich habe ja auch nicht gesagt, daß ich das will.“ Mark schaute ernüchtert drein. „Na gut.“, sagte er gefaßt. „Ich lasse dich am besten doch in Ruhe. Entschuldige, daß ich dich belästigt habe.“ David wollte etwas sagen, doch da war Mark schon aus dem Zimmer gestürmt. Er war ratlos. Aber er wußte, daß er wohl etwas zu abweisend zu Mark gewesen war. Er hatte ja nur nett sein wollen. Nun, etwas mehr als nur „nett sein“ hatte er natürlich schon gewollt, aber immerhin war Mark der erste, der das versuchte. Jetzt war er sicher ziemlich fertig, aber David traute sich auch nicht zu ihm hinzugehen und sich zu entschuldigen. Wahrscheinlich war das alles doch wirklich zu ungewohnt für ihn. David schlug auf die Matratze. Er zog das Kissen zu sich und deponierte seinen Kopf darunter.
David öffnete schläfrig die Augen. Es war dunkel. Idiot, warum auch, dachte David und befreite seinen Kopf von dem Kissen. Dann sah er auf seine Uhr. Es war sechs Uhr abends. Er war tatsächlich eingeschlafen. Bei der ganzen Aufregung war das ja kein Wunder. Er gähnte, setzte sich auf und streckte sich. David überlegte einen Moment. Richtig, er sollte mal mit Mark reden. Also stand er auf. Es war ihm ein wenig schwindlig, deshalb taumelte David eher als daß er ging. Er betrat den Flur und ging zielstrebig auf Marks Zimmer zu. Er klopfte kurz an die Tür und öffnete dann. Zu seiner Überraschung lag Mark auf seinem Bett und schlief ebenfalls. Dann war er wenigstens nicht so aufgebracht, wie er gedacht hatte. Als er vorsichtig die Tür wieder schließen wollte, um ihn nicht zu wecken, erreichte er genau das. „Hm?“, murmelte Mark noch ziemlich verschlafen. David trat nun doch ganz ein und setzte sich neben Mark auf das Bett. „Ach, du bist es.“, murmelte Mark weiter. „Was willst du?“ „Ich...wollte mich entschuldigen. Ich war vorhin echt fies zu dir. Es tut mir leid.“ „Du kannst ja nichts dafür, wenn du nicht genauso fühlst wie ich.“, brummelte Mark und drehte sich um. „Das habe ich ja gar nicht gesagt. Weißt du, das ist was ganz neues für mich.“ „Hm-hm.“ „Sei nicht mehr böse, ja?“ „Ja, ja.“ „Willst du schlafen oder was?“ „Ach nee.“, grummelte Mark vor sich hin. „Aber das ist jetzt eh zu spät. Jetzt bin ich wach.“ Er setzte sich auf und wuschelte sich kräftig durch die Haare. „Und nun?“ „Wie spät ist es?“, wollte Mark wissen. „Kurz nach sechs glaube ich.“ „So früh noch? Aber mein Vater müßte jetzt da sein. Gehen wir mal runter.“ Mark machte Anstalten, das Bett zu verlassen. „Warte mal.“ David hielt ihn zurück. „Bist du jetzt noch sauer?“ Mark sah David an. „Ach, auf dich kann ich doch sowieso nicht lange böse sein.“ „OK. Danke.“ David zögerte, dann umarmte er Mark kurz und heftig. „Nicht erdrücken!“, rief Mark und lachte. „Oh, tut mir leid.“ „Schon klar, gehen wir oder was?“ David nickte. Die Zwei verließen das Zimmer und gingen die Treppe herunter. Im Wohnzimmer brannte Licht. Als sie um die Ecke gingen, sahen sie einen Mann auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzen, offensichtlich Marks Vater. „Hey Papa.“ Der Mann drehte sich um. „Oh, hallo. Das ist David?“ „Du weißt schon?“, fragte Mark verwundert. „Ja, Mama hat mir schon alles erzählt.“ „Und, ist das OK für dich?“ „Ja, ich denke, das kann ich erlauben.“, erwiderte sein Vater. „Danke, nett von dir.“, sagte Mark angenehm überrascht. „Hallo David.“ „Hallo.“ David gab Marks Vater die Hand. „Was guckst du?“, fragte Mark seinen Erzeuger. „Hallenfußball.“, gab der Angesprochene zurück. „Wird Zeit, daß die Saison wieder anfängt.“ „Gib’s auf, Rostock wird sowieso nicht Meister.“, meinte Mark grinsend. Sein Vater drohte mit dem Finger. „Na warte, Ungläubiger.“ „Nö, bin schon weg.“ Mark flitzte um die Ecke. David folgte ihm. „Gehen wir wieder hoch?“ Er nickte. Oben in Marks Zimmer legte sich Mark sofort wieder hin. „Vielleicht doch nicht so munter, wie ich dachte.“ „Dein Vater ist doch ziemlich nett.“ „Ja, das hat mich auch gewundert. Sonst war er immer komisch.“ „Vielleicht hat er sich langsam „daran“ gewöhnt.“ „Möglich.“, sagte Mark und streckte sich. „Was hast du gemacht vorhin?“ „Auch geschlafen.“, gab David zurück. „Aber du bist wenigstens nicht mehr müde.“, meinte Mark. „Stimmt. Ich habe sogar richtig Lust, was zu unternehmen.“ „Was? Das sagst du jetzt. Wir können morgen mit nach Hannover fahren.“, schlug Mark vor. „OK, ich hätte mir das ja auch schon vorhin überlegen können, mit dem unternehmen.“ „Ja.“, sagte Mark knapp, wieder mit etwas schläfriger Stimme. „Man könnte meinen, du wärst derjenige, der zuwenig Schlaf bekommen hat in den letzten Wochen.“ „Bin ich auch. Mußte ja dauernd an dich denken.“ „Ach, wegen mir schlaflose Nächte...“ „Irgendwelche Einwände?“, fragte Mark leicht gereizt. „Nein. Nein. Ich find’s ja ziemlich...hm...süß von dir.“ „Echt?“ Schon hörte sich Mark wieder etwas aufgeweckter an. „Ja, wirklich.“ „Na gut. Genehmigt.“ „Und was soll ich jetzt machen, wenn du hier pennst?“, wollte David wissen. „Weiß nicht, auch schlafen gehen?“ „Um halb sieben? Ich glaube es hackt!“ „Ich hab doch auch keine Ahnung.“, sagte Mark unruhig. „Dann...bleibe ich hier sitzen.“ „Tu, was du nicht lassen kannst.“ Da fiel David dann auch nichts mehr ein. Auch Mark war ruhig. Eine Weile saß David noch so, dann legte er sich neben Mark. Es war etwas eng, aber das störte ihn nicht besonders. „Mach dich nicht so breit hier.”, hörte er Mark murmeln. „Keine Sorge.” David bemühte sich dünn zu wirken. Als es ihm nicht gelang, drehte er sich auf die Seite. Jetzt hingen ihm Marks Haare fast ins Gesicht. Aber besser als vom Bett fallen. David schnupperte in der Luft herum. Mark roch ziemlich gut, das fiel ihm gerade zum ersten Mal auf. „Was is?”, wollte Mark wissen. „Nichts.”, gab David zurück. Er mochte den Geruch. „Ach, was soll’s.”, brummelte David, eher zu sich selbst als zu Mark. Daraufhin legte er seinen Arm um Mark. „Hm?”, machte sein Bettnachbar. „Hm.”, kam es von David zurück. David konnte nicht sehen, daß Mark zufrieden lächelte, aber er konnte es ahnen. Mark kuschelte sich noch ein wenig näher an David. Kurz darauf waren beide eingeschlafen.
Am Samstag Morgen wachten David und Mark in derselben Stellung auf. Diesmal war es Mark, der als erster erwachte. Ihm wurde die Situation erst nach einem kurzen Moment klar. Er drehte sich vorsichtig um und flüsterte: „David. David.” „Hm?“, machte David verschlafen. „Geh lieber rüber, falls meine Mutter reinkommt.“ „...Wie spät...?“ David sah auf seine Uhr. Es war kurz nach sieben. „Was soll ich?“ „Rübergehen. Weißt schon.“ „Ja, ja.“ Leicht schwankend stand David auf und ging rüber ins Gästezimmer. Dort legte er sich auf das nicht halb so warme und gemütliche Bett. Dort schlief er wieder ein.