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| Abhängigkeiten 2 Wendungen |
Abhängigkeiten Teil 2: WendungenJanina war ein anderer Mensch, als sie am Samstag durch die Fußgängerzone flanierte. Ihre Schritte fester, ihr Gang aufrechter. Sie schlich nicht durch die Einkaufsstraßen, sie schritt. Eine neue Freude, ein neues Selbstbewusstsein hatte sie erfasst. Kein Motivationstrainer, kein Seminar hätte eine ähnliche Wirkung in ihr entfachen können. Ihre Gedanken waren gefestigt, ihr Wille geschärft. Am vorangegangenen Tag war das noch anders gewesen. Da hatten krause Gedanken sie beschäftigt. Ihr Glück hatte sie nicht fassen können. Hatte sie es doch geschafft, sich ihre Chefin Untertan zu machen, sie quasi zu unterwerfen, sie zu ihrer ... Sie hatte gezögert, eine Bezeichnung zu finden, da ihr der Begriff „Sklavin", der wohl dem Klischee entsprach, zu platt erschien. Am vorangegangenen Tag hatte sie sich gefragt, wie sie nur den Mut hatte aufbringen können, wie sie sexuelle Handlungen ihrer jungen Chefin hatte abpressen können, wie sie sie hatte erpressen können. Aber, und auch dieser Gedankenkreis beschäftigte sie, ganz so erpresst hatte die Chefin nicht gewirkt. Sie hatte den Anschein erweckt, sich Janina bereitwillig hingegeben zu haben. Janina hatte nicht viel Widerstand zu spüren bekommen, weniger als sie erwartet hätte. Sie nahm das Verhalten ihrer Chefin als bewusste Hingabe. Janina hatte wohl eine devote Ader freigelegt. Es war ihr wichtig, dass das Arrangement auf Gegenseitigkeit beruhte und auf einem stillen Einverständnis beruhte. All dies ging ihr durch den Kopf und beschäftigte sie. Doch an diesem Samstag Morgen war es an der Zeit, weiter zu denken, die nächsten Schritte zu planen. Wie sollte es weitergehen? Wie sollte sie am Montag ins Büro gehen? Wie sollte sie ihrer Chefin begegnen, welche Regeln galt es, aufzustellen? Sie wusste es nicht, war sich nicht sicher. Auf jeden Fall durfte sie nicht nachlassen. Sie hatte eine Tür aufgestoßen, die nicht wieder verschlossen werden konnte. Am Montag würde sie als die dominante Sekretärin ins Büro einkehren müssen und sie würde ihrer Chefin als wahre Herrin begegnen müssen. Die Erkenntnis erschreckte sie einerseits, andererseits aber beflügelte sie auch. Ein festes Lächeln zog sich über ihr Gesicht. Sie hatte es auch verdient. Sie hatte es verdient, dass jemand zu ihren Füßen lag. Ihr ganzes Leben lang hatte sie sich benachteiligt und unterschätzt gefühlt. Nun endlich hatte sie eine Machtposition erlangt, Kontrolle über jemanden bekommen. Die würde sie nicht mehr abgeben. Mit diesen Gedanken hatte sie sich am Freitag beschäftigt, und sie hatte sie bei einem langen, heißen Schaumbad und einem Pikkolo ausgebrütet. Dabei waren ihre Finger immer wieder unter der Wasseroberfläche verschwunden, hatten die weiche Haut gestreichelt, ihre Brüste, ihren Bauch, die Schenkel. Janina hatte sich vorgestellt, dass dies die Hände ihrer Gespielin seien und wie diese sie liebkosten. So hatten sie sich immer wieder im Fluchtpunkt ihrer Schenkel getroffen und zu einem Höhepunkt gestreichelt. Während die Lust über sie hereinbrach und aus dieser Welt schwemmte, umfangen von dem warmen, einlullenden Badewasser, das sie sanft massierte, hatte sie sich immer wieder vorgestellt, wie sie breitbeinig über Frau Wichmann thronen würde, wie diese zu ihr aufblicken, mit einer Melange aus Furcht und sehnsüchtiger Erwartung und wie ein gezähmtes Raubtier auf Befehle warten würde. Janina konnte bei dieser Vorstellung vor ihrem imaginären Auge die Hände nicht von sich lassen. Die unterschiedlichen Phantasien, die sie aus den Tiefen ihres trunkenen Bewusstseins gefördert hatte, waren schließlich zu einer Vision verschmolzen. Nun, während ihrer Shoppingtour an einem angenehmen Samstag Morgen, wollte sie all diese Phantasien in die Realität übertragen, um sie ab Montag ausleben zu können, real werden zu lassen. Es waren ambitionierte Pläne, aber Janina war entschlossen. An diesen neuen Gefühlen galt es festzuhalten. Als erstes standen auf ihrer Liste hohe, schwarze Lederstiefel. Streicheln, liebkosten, gar ablecken sollte Frau Wichmann diese als Zeichen ihrer Unterwerfung. Janina stellte sich vor, wie sie im Chefsessel saß und ihre Chefin vor ihr lag und mir ihrer Zunge die Stiefel leckte, während Janina scheinbar gelangweilt mit dem Fuß wippte und ihrer Vorgesetzten die Arbeit erschwerte. Dabei würde sie eine Zigarette rauchen, sich vielleicht einmal herablassend vorbeugen und ihr den Rauch ins Gesicht blasen. Die süßen, knisternden Nelkenzigaretten, die ihr eine Freundin aus den USA mitgebracht hatte, hatte sie sich sofort bereit gelegt. Sie erschienen ihr besonders sinnlich und geradezu symbolisch. Im Schuhgeschäft fühlte sie sich nur in den ersten Momenten unsicher, da sie glaubte, durch die Lederstiefel sich und die wahre Natur ihres Wunsches zu verraten. Sie wollte nicht als stereotypische Domina identifiziert werden. Doch diese Sorge verflüchtigte sich sofort, als sie von einer Auszubildenden bedient wurde, die ganz arglos und naiv erschien und ihren Wunsch ohne Regung ganz selbstverständlich aufnahm und sie professionell bemüht bediente. Schließlich war es ja auch ein ganz normaler Wunsch. Sie hatte früher schon einmal hohe schwarze Lederstiefel gehabt und beim Kauf damals mit keinem Gedanken an etwas anderes als das Schuhwerk gedacht. Janina ertappte sich bei dieser Unsicherheit. Die galt es abzulegen. Es war doch nicht so einfach, diese Schuhe auszufüllen, dachte sie mit einem Sinn für die Ironie. Doch als sie sich die verschiedenen Stiefel zeigen lies, da wuchs sie schnell in die neu gewonnene Rolle hinein, kam sich mächtiger vor als die Königin Kunde, die sie laut Sprichwort war und blieb demonstrativ in ihrem Stuhl sitzen, wie das einer Königin gebührte. Als die Auszubildende sich zu ihren Füßen kniete, um ihr bei der Anprobe zu helfen, da empfand Janina wieder das Gefühl der Macht. Und sie machte dem Mädchen das Leben ein wenig schwerer, als sie es nötig und in ihrer Natur war. Doch das junge Ding war so pflichtbewusst, dass sie sich keine Regung und kein Missfallen anmerken ließ. Janina empfand Freude daran, dem Mädchen in die Bluse zu schauen - nicht, weil darin ein voyeuristisches Gefühl zum Vorschein kam, sondern eines der Überlegenheit. Eine Frau zu ihren Füßen zu haben, das gefiel ihr, das wurde ihr gerecht.. Sie fühlte die Hände der Verkäuferin durch das Leder und stellte sich die ihrer Chefin vor. Die Entscheidung zwischen den Modellen machte sie weniger vom Aussehen abhängig, als vielmehr davon, wie die Berührungen der Auszubildenden sich durch das Leder auf ihren Schenkeln anfühlten. Doch Janina genoss die Situation so sehr, dass sie sich unentschlossen gab, immer wieder neue Paare anziehen ließ. Dabei bewegte sie die übergeschlagenen Beine immer wieder, strich gegen den Oberkörper des Mädchens. Als sie das Geschäft schließlich verließ mit der sperrigen Tüte, in der die kniehohen und durchaus teuren Lederstiefel steckten, da hatte sie ihren Spaß gehabt und war sich sicher, dass niemand etwas mitbekommen hatte, und selbst wenn, es wäre ihr egal gewesen. Sie fühlte sich von Minute zu Minute wohler und stärker in ihrer Haut. So griff sie bei den verchromten Wäscheklammen zu, die sie in einem Lifestyle-Laden fand und bei dem schwarzen Hundehalsband mit Leine konnte sie auch nicht widerstehen. Ihr Shopping-Trip wurde mehr und mehr zu einem teuren Vergnügen vieler Spontankäufe und ad hoc entwickelter Einfälle und Szenarien. Egal ob Kochlöffel oder Frischhaltefolie, Fliegenklatsche oder Wäscheleine. Mit allem, was sie sah, konnte sie Ideen verbinden, konnte sie sich Erniedrigendes und Demütigendes vorstellen. Sie musste sich wirklich zurückhalten, denn ihr Gehalt war das einer Bürokauffrau, nicht das der mondänen Dame, die sie in ihren Vorstellungen war. Schließlich traute sie sich sogar in den etwas schmuddeligen Sexshop an der Ecke, an dem sie so oft vorbei gekommen war, der ihr stets ein wenig Neugier, aber auch mehr Mut abverlangt hatte, als sie aufzubringen in der Lage gewesen war. An diesem Tag jedoch waren ihre Schritte raumgreifend und ihr Geist entschlossen. Wie selbstverständlich orientierte sie sich in dem Geschäft, taxierte Gerten, Handschellen und neunschwänzige Katzen, kaufte sogar das ein oder andere und zahlte mit kühler Gelassenheit, die sogar dem prüfenden und skeptischen Blick des schmierigen Verkäufers standhielt. Stolz und zufrieden ging sie nachhause. Die vielen Tüten trug sie wie Jagdtrophäen. Vor dem Spiegel stolzierte sie in ihren neuen Stiefeln, ließ die Rute markig die Luft zerschneiden, schritt betont lasziv auf und ab, ließ die Handschellen um ihren Finger wirbeln. Der Anblick gefiel ihr, wie sie da stand mit den Händen in die Hüften gestemmt, den Kopf spöttisch geneigt, die Beine in den schimmernden Lederstiefeln, die hohen Absätze, die hart und gefährlich auf den Fliesen klackten. Die feuerrot geschminkten Lippen, der herablassend gehobene Mundwinkel. Sie gefiel sich rundum. Besonders beeindruckte sie ihre lederne Korsage, die ihre Brüste anhob, ihre Taille, ihre Figur betonte. Sie war sündhaft teuer gewesen und ein vollkommen unerwarteter Schatz in dem billig anmutenden Sortiment des Sexshops. Janina hatte lange vor dem Stück gestanden, hatte das Preisschild in den Fingern gedreht, die Korsage wieder zurück gehängt, sich nach anderen Dingen umgeschaut, war wieder zurückgekommen, angezogen von der Schönheit, dem weichen Leder, den Schnüren. Wenn da nur nicht die 250€ wären! Sie waren es, die sie hatten überlegen und zögern lassen. Eine Menge Geld für eine Bürokauffrau. Schließlich hatte sie sich dafür entschieden, war zu der Überzeugung gelangt, dass ihre Veränderung auch durch solch ein edles, teures Kleidungsstück symbolisiert gehörte. So betrachtete sie sich vor dem Spiegel, längst keine kleine Büromaus mehr, sondern ein Vamp in schwarzen Lederstiefeln, einer atemberaubenden Korsage und dem dazugehörenden ledernen Slip. Eingepfercht in das Korsett empfand sie die Enge, in der ihr Oberkörper steckte als Halt gebend. Das Kleidungsstück gab Stolz ab, den sie durch ihre Haut einsog, der durch ihre Adern pulsierte und sich in ihrer Seele sammelte. Die Korsage zwang sie, aufrecht zu bleiben, ihren Körper steif und straff, respekteinflößend und kontrolliert zu halten. Bücken konnte sie sich nicht. Die Korsage verbot ihr, sich wie eine Sekretärin zu benehmen, klein und unterwürfig. Die Stiefel taten ihr Übriges, festigten ihren Schritt, umfingen ihre Unterschenkel. Unbeugsam und respekteinflößend, so wirkte sie. Es war das Kostüm einer Superheldin. Die Korsage würde ihr die Standhaftigkeit und die Macht verleihen. Im Spiegel erblickte sie einen neue Frau. Ihre Finger glitten über das Leder, spürten einerseits die Unnachgiebigkeit, die Zähigkeit, andererseits die Weichheit. Je länger sie sich in dem Kleidungsstück betrachtete, desto mehr beglückwünschte sie sich zu dem Kauf. Sie war sprachlos, vergaß sich im Anblick des Spiegels, strich über ihre eingezwängten Brüste, die Rundungen ihres Körpers, die das Leder hervorhob, stellte sich vor, wie ihre Chefin zu ihr aufschauen würde, überwältigt, geängstigt, vor Erregung zitternd. Sie stellte sich vor, wie sie einen Schritt auf die Kniende zumachen, die ängstlichen Augen warm auf ihrem eigenen Körper spüren, wie sie beiläufig mit der Gerte spielen würde. Der Aufmerksamkeit ihrer Chefin war sie sich gewiss. Sie würde mit der Angst Frau Wichmanns spielen. Sie würde sie im Unklaren lassen, ob sie die Kniende belohnen oder bestrafen würde. Sie würde wunderschöne Belohnungen und großartige Orgasmen verheißen und auf der anderen Seite mit Striemen und Hieben drohen. Sie würde absoluten Gehorsam einklagen und ihre Chefin in Angst versetzen. Diese würde sich anstrengen müssen, unglaublich bemühen müssen, wenn sie der Gerte entgehen wollte. Sie würde vollkommen unterworfen werden. Egal, wie sehr die Frau sich bemühen würde, selbst wenn Janina nichts auszusetzen haben könnte, wenn alles perfekt wäre, sie könnte einfach Willkür wallten lassen. Sie könnte die Frau bestrafen, ihr Striemen zufügen aus purer Lust und Laune. Das war das Prinzip der Mächtigen. Sie konnten sich hinwegsetzen über Fairness und gesunden Menschenverstand. Sie wäre die Herrin. Sie hätte die Macht! In der Nacht zum Montag konnte sie kaum schlafen. Immer wieder streichelte sie sich, wenn sie an den Anblick ihrer Chefin Revue passieren ließ, wie sie demütig und mit gesenktem Kopf vor Janina stand. Immer wieder hallte das „Danke", das letzte Wort des Freitags in ihren Ohren. Das Wort hatte ihr noch niemand in diesem Ton gesagt. Sie streichelte ihren Hals, ihre Brüste, ihre ihren Bauch, glitt zwischen ihre Schenkel, ließ ihre Finger in der nassen Spalte verschwinden, glitt über ihren Kitzler, der hart hervorstand und stellte sich vor, dass es ihre Zunge wäre, die sie so berührte, befriedigte. Sie stellte sich vor, wie sie die Hände ihrer Chefin hinter deren Rücken gefesselt hatte und diese sie zu einem erhabenen Orgasmus leckte. Mit pochendem Herzen dachte sie an den kommenden Montag, an den nächsten Arbeitstag, an dem sie das Ergebnis des Meetings erfahren würde. Janina war sich ziemlich sicher, dass ihre Präsentation gut angekommen war, dass sie die Fehler in der Firma gut erkannt hatte und dass ihre Lösungsansätze praktikabel waren. Sie war lange genug in der Firma, um diese genau zu kennen. Doch ein wenig Unsicherheit blieb. Frau Wichmann hätte es auch verbocken können. Aber das erschien ihr unwahrscheinlich. Spannender und ungewisser war die Frage, wie sie ihre Chefin behandeln sollte, wie sie die Situation festzurren sollte, wie sie ein für allemal die Situation und die Hierarchie festlegen würde. Sie ging die verschiedensten Szenarien durch, spielte in ihrem Kopf die unterschiedlichsten Varianten durch. Am Ende standen verschiedene Möglichkeiten. Janina wollte sich nicht festlegen. Sie würde die Gunst der Stunde nutzen und flexibel entscheiden, was zu tun sei, wie sie auf den Ausgang der Sitzung zu reagieren hatte. Doch eines war klar. An diesem Tag noch würde Frau Wichmann nackt vor ihr auf dem Polyester-Teppich knien und Janina würde über ihr posieren. Der Nacht war kurz für Janina. Sehr früh schon stand sie auf, duschte, zog den ledernen Slip an und schnürte die Korsage. Sie suchte ihre schönsten Nylons heraus, das kurze schwarze Kostüm, das sie sonst nur zu besonderen Anlässen und Feiern anzog, das ihr Outfit vor der unwürdigen Außenwelt verstecken sollte. Sie konnte sich nicht entscheiden, welche Bluse sie anziehen sollte, entschied sich für die graue, wechselte nach kritischen Blick im Spiegel zu der roten und von da zu der gestreiften und von da wieder zu der grauen. Schließlich machte sie sich nach nur einem kleinen Kaffee und einer Banane auf in die Firma. Sie wollte auf jeden Fall vor Frau Wichmann da sein. Es galt, das Heft des Handelns nicht aus der Hand zu geben, sondern das Territorium zu beanspruchen. Sie wollte das Tempo bestimmen und das Momentum nutzen. Sie betrat das Gebäude erhobenen Hauptes, wie sie es noch nie zuvor betreten hatte. Ihre Schritte klangen hart auf dem Marmorboden der Eingangshalle. Sie war eine der ersten an diesem Morgen. Den Pförtner grüßte sie im Vorbeigehen: Sie war überzeugt, in seinen Augen ein überraschtes Blitzen zu erblicken, ein anerkennendes Nicken. Kein Zweifel, hier betrat nicht die gleiche Frau die Firma, die den Montag zuvor und die vielen anderen Montage davor in die Firma gekommen waren. Janina war zufrieden mit sich und öffnete die Tür zum Vorzimmer, schaltete den Rechner an, goss die Pflanzen. Wohl oder übel würde sie ihrer Arbeit auch in Zukunft noch nachkommen müssen, obwohl sie schon verschwommene Visionen verfolgt hatte, in denen Sie mit Frau Wichmann die Rollen tauschte, selbst die wichtigen Entscheidungen des Managements traf und Frau Wichmann die niederen Tätigkeiten überließ, die sie selbst derzeit zu verrichten hatte. In ihren Vorstellungen würde Frau Wichmann allenfalls als ihre Marionette fungieren auf Sitzungen und in Meetings die Dinge vortragen, die Janina ausgearbeitet hatte. Der Gedanke gefiel ihr. Gerne würde sie sich weiterbilden, vielleicht in einem Fernstudium die Kenntnisse erwerben, die ihr in ihrer Ausbildung vorenthalten worden waren. Janina fühlte sich beruflich längst nicht ausgelastet. Das neue Arrangement würde ihr die Möglichkeit geben, sich beruflich weiter zu entwickeln, so hoffte sie. Schließlich öffnete sie die Tür zum Büro ihrer Chefin, um auch dort nach dem Rechten zu sehen. Und dann brach alles zusammen. In dem schweren Bürosessel hinter dem großen Schreibtisch saß ihre Chefin und spielte betont gelangweilt mit einer großen Schere. Sie hatte sich in dem Sessel zurück gelehnt und wirkte sehr entspannt, thronte dort wie eine Herrscherin. Janina war erstaunt. Damit hatte sie nicht gerechnet. Ihr schwante Böses. Sie brauchte einige Sekunden, sich zu orientieren, die Situation zu begreifen. Doch bevor sie etwas sagen konnte, ergriff Frau Wichmann das Wort: „Ich habe einfach alles zusammen gekramt, was dir gehört. Sollte ich noch irgendwas vergessen haben, werden wir das natürlich nachschicken. Es soll ja nichts verloren gehen." Janina verstand nicht, bis ihre Chefin auf eine Kiste zeigte, die vor dem Schreibtisch stand. Sie erblickte dort die persönlichen Gegenstände, die sie beim Bezug des neuen Büros mitgebracht hatte. „Was soll das?" „Das sind deine Sachen. Ich habe sie für dich zusammengepackt. Du kannst sie mitnehmen. Ich kann sie natürlich auch wegschmeißen." Janina war fassungslos. „Ich ... versteh das alles nicht" „Die Hellste bist du nicht, was? Ich lasse dich rauswerfen wegen ... irgendeinen Grund werde ich schon finden. Ich bin die Tochter des Chefs, da sollte es nicht so schwer sein, einen Grund zu finden, was meinst du?" Zu mehr als Stammeln war Janina nicht mehr fähig. Der Boden wurde ihr unter den Füßen weggezogen und die spöttische Stimme, das harte Gesicht, die arrogante Haltung, die sie sah, die trafen wie ein Schlag in den Magen, nahmen ihr die Luft. „W-w-was?" „Mannomann, du musst echt blöd sein. Ich schmeiße dich raus!" Sie rang nach Luft, spürte sich plötzlich eingepfercht und gewürgt in ihrem Körper. „W-wieso?" „Deine Präsentation war sehr erfolgreich. Respekt! Alle waren begeistert, mein Vater hat mir zum Dank einen dicken Firmenwagen gegeben und einen Firmenparkplatz direkt am Eingang. Ist doch toll, nicht wahr?" Die Blonde hielt inne, lächelte überheblich und spielte weiter mit der Schere. Die Kälte ihrer Worte, die Beiläufigkeit, mit der Frau Wichmann sprach, das verstörende Hantieren mit der Schere, Janina traute ihren Augen nicht. „Ich bin dir wirklich zu Dank verpflichtet. Das hätte ich alleine nicht hinbekommen. Deine Arbeit war gut. Sehr gut. Sogar so gut, dass ich von nun an ohne dich auskommen werde. Du hast mir die Zeit verschafft, die ich brauche, mich hier zurecht zu finden, und bis deine Vorschläge alle umgesetzt sind, habe ich selbst verstanden, wie der Laden hier läuft. Ich brauche dich nicht mehr, du kannst gehen." „Aber das können Sie doch nicht machen. Ich habe Ihnen geholfen, ich habe Ihnen Ihren Job gerettet." Wie konnte sie das nur vergessen? Wie konnte sie sich so verhalten? Wie konnte sie die ersten beiden Tage vergessen haben? Es machte alles keinen Sinn für Janina. „Wie gesagt, ich bin dir zu Dank verpflichtet. Aber ich habe keine Lust auf dieses Spielchen. Ich habe keine Lust, deine Sklavin zu sein oder wie ihr perversen Sado-Maso-Typen das nennt. Mein ganzes Leben lang war ich immer nur die Tochter des Industriellen, die um alles betteln musste, es nie gelernt hat, sich selbst was zu erarbeiten. Man hat es mir nie beigebracht. Ich habe immer betteln müssen und es dann bekommen, ich habe es mir nie verdient. Ich habe nie Anerkennung für etwas bekommen, ich bin immer hinterher gehechelt. Bis jetzt. Jetzt habe ich es zum ersten Mal geschafft, zum ersten Mal nimmt man mich ernst. Ich habe zum ersten Mal gezeigt, was ich kann ... gut eigentlich hast du gezeigt, was du kannst, aber außer uns weiß das keiner. Jetzt habe ich es endlich geschafft, ich muss nicht mehr betteln und hinterher hecheln und da kann ich so ein Büromäuschen wie dich nicht brauchen. Ich habe mich in der Schule und in der Uni demütigen lassen, musste anderen schöne Augen machen und mit dem Hintern wackeln. Aber die Zeiten sind rum. Letzten Freitag habe ich mich zum letzten Mal demütigen lassen. Es war nicht schlecht, ich gebe zu, dass ich es mehr genossen habe als mit den Typen, mit denen ich es machen musste, aber ich habe davon die Nase voll. Jetzt will ich der Boss sein. Ich krieche vor niemandem mehr, schon gar nicht vor dir. Und deshalb musst du gehen!" Janina war fassungslos. War das alles nur vorgespielt gewesen? Das devote Verhalten ihrer Chefin, die Unterwürfigkeit? All das, was Janina so real erschienen war, war das alles nur Show gewesen? Sie konnte es nicht fassen. Wie hatte die Frau ihr das alles nur vorspielen können? Die Erregung, das Devote, all das? Fragen über Fragen schossen durch den Kopf der Bürokauffrau und blockierten ihren Verstand. Doch sie war bereits so eingeschüchtert, dass sie keinen klaren Gedanken fassen und lediglich zu Flehen und Stammeln in der Lage war. „Aber ... das können Sie doch nicht machen!" „Das siehst du doch! Es ist ganz einfach. Du bist gefeuert! Und tschüss! Vielen Dank für alles! Mach die Tür hinter dir zu, wenn du gehst!" Für Janina brach alles zusammen. Bis vor wenigen Minuten war sie eine Dame, eine Lady gewesen, hatte sich mächtig gefühlt und nun? Nicht nur war sie ihrer Überlegenheit beraubt, nun sollte sie auch noch ihren Job verlieren. Sie konnte es nicht fassen. Es war wie der Sturz von einem güldenen Turm auf den harten Steinboden. Sie mochte diese Firma, hier hatte sie sich etwas aufgebaut, hatte Freunde, einen Lebensinhalt. Hier fühlte sie sich wohl, hatte Perspektiven gesehen. All das sollte nun verloren sein? Einfach so? In der wirtschaftlichen Lage? So einfach konnte sie das nicht hinnehmen. „Bitte, das können Sie nicht machen! Sie können mich nicht einfach so rauswerfen!" „Das siehst du doch, ich bin gerade dabei!" „Bitte nicht!" Janina trat einen Schritt vor, rang mit den Tränen, faltete flehend ihre Hände. Alles, was sie sich am Wochenende aufgebaut hatte, die Stärke, die Dominanz, all das warf sie über Bord. Der Tonfall ihrer Chefin mochte von Spott und Häme triefen, aber für Janina war die Situation brandernst. Sie sah ihre Existenz gefährdet. „Bitte nicht! Ich kann Ihnen helfen. Ich kenne die Firma besser als sonst wer, ich mag diese Firma. Ich kann Ihnen helfen. Ich habe noch viel mehr Ideen, durch mich können Sie noch viel höher aufsteigen. Ich werde hart arbeiten. Aber werfen Sie mich nicht raus!" „Ich weiß nicht, das hört sich nicht überzeugend an." Durch die Tränenseen konnte Janina sehen, welchen Gefallen ihre Chefin an der Situation hatte, welchen Spaß sie an der Situation entwickelte. Aber sie hatte keine Wahl, sie musste ihren Job retten. Das war alles, was zählte in diesem Moment. „Bitte, ich flehe Sie an! Werfen Sie mich nicht raus! Ich tue alles, was Sie wollen, aber werfen Sie mich nicht raus!" Die Chefin hob die Augenbrauen, als hätte sie nur auf eine derartige Äußerung gewartet. Spöttisch hielt sie inne. „Ach, wirklich? Na, das ist ja mal ein Angebot! Solche Angestellte findet man selten!" „Bitte, bitte!" „Bist du dir sicher? Du machst, was ich will? Ich, meine, das ist ja ein großes Wort, was du da so einfach aussprichst." „Alles, ich mache alles, was Sie wollen. Bitte, werfen Sie mich nur nicht raus!" Janina schwante Böses, sie konnte sich denken, dass sie nun würde büßen müssen für die Unmäßigkeiten, die sie in der vergangenen Woche gezeigt hatte. „Ich meine, das könnte ja alles mögliche sein, was ich von dir verlangen könnte. Bist du dir ganz sicher? Mir fallen da eine Menge Sachen ein!" Der Spott stach Janina ins Herz. Jeder Vokal, jeder Konsonant schnitt in ihre Seele, tat ihr weh. Doch zu gehen, erhobenen Hauptes ihre Sachen zu nehmen und für immer die Firma zu verlassen, in der sie so lange gearbeitet hatte und in der sie sich so wohl fühlte, das konnte sie nicht über sich bringen. Tief in ihrem Herzen hatte sie zudem die Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so schlimm werden würde. Immerhin hatte sie ihrer Chefin die Existenz im Unternehmen gesichert, dafür musste sie doch dankbar sein! Sie dachte auch an den vergangen Freitag, konnte nicht glauben, wie Frau Wichmann sich so hatte wandeln können, wie sie sich so einfach und mit Lust hatte unterwerfen lassen und sich nun so kalt gebärdete. Aber sie hatte keine Wahl. „Bitte, ich mache alles, wirklich alles!" Frau Wichmann schwieg, lehnte sich wieder in ihrem Stuhl zurück und betrachtete die Schere. „Na gut, wir versuchen das mal. Du scheinst ja nicht ganz dumm zu sein und vielleicht kannst du mir ja noch von Nutzen sein. Aber du wirst verstehen, dass du mir eine Menge schuldest, dass du eine Menge gutzumachen hast. Dein Verhalten am Freitag war nicht gerade nett, ich habe das Gefühl, dass du ein wenig deine Grenzen überschritten hast. Ich werde dir wohl beibringen müssen, wo deine Position in dieser Firma ist. Und wenn du die verstanden hast, dann hast du vielleicht doch noch eine Zukunft hier." „Dankeschön, ich werde Sie nicht enttäuschen!" Es war ein Schluchzen, nicht mehr. „Gut, dann fangen wir mal an. Ich sehe, du hast dich heute schick gemacht, ein nettes Kostüm hast du da an. Nette Stiefel. Hat bestimmt Zeit gekostet, sich so zu stylen, was?" Janina wusste nicht, was sie antworten sollte, sie hatte sich auf das Reagieren reduziert. „Ist ja auch egal. Dein Outfit ist jedenfalls nicht angemessen!" Sie legte die Schere auf den Schreibtisch, das harte Geräusch des metallenen Klackens auf der Holzplatte ließ Janina zusammenzucken. Mit einer beiläufigen Bewegung schob die Chefin die Schere über den Tisch. Das grollende Geräusch verhieß nichts Gutes. „Schneid dir die Kleider vom Leib!" „W-was?" Frau Wichmann explodierte unerwartet, laut und unbeherrscht: „Bist du zurückgeblieben? Dein ständiges ‚Was' nervt mich langsam! Du schneidest dir jetzt die Kleider vom Leib, und zwar alle und alles, bis du nichts mehr an hast! Hast du mich verstanden, und wenn du noch einmal ‚was' sagst, dann kannst du deine Sachen packen! Verstanden?" „J-ja!" Janina zuckte zusammen, sie sank zu einem kleinen Häufchen Elend zusammen, all ihre Stärke hatte sich in Rauch aufgelöst. Die Tränen verschleierten ihre Sicht, ihre Schritte waren ein Stolpern, unsicher griff sie nach der schweren Schere, spürte die Kälte des Metalls. „Mach schon!", wurde sie angetrieben von der Frau im Bürosessel. Janina wusste nicht, wo sie beginnen sollte. Ihr schönstes Kostüm war das, es war teuer gewesen. Die sollte sie hier zerschneiden? Schlimmer aber war die Korsage! Janina wollte nicht, dass Frau Wichmann ihr teuerstes Stück sah, sie hatte die Hoffnung, dass ihre Chefin sie vielleicht aufhielt, dass sie vielleicht „Stopp" sagte oder ein anderes unwahrscheinliches Wunder geschehe. So begann sie mit dem Rock, öffnete die Schere, hörte das Aneinanderreiben des Stahls, steckte eine Spitze der Schere unter den Bund und drückte den Griff zusammen. Die Schere war erstaunlich scharf und schnitt ohne Probleme durch den Bund. Das Reißen der Fasern verursachte ein bedrohliches Flüstern. Sie schnitt tiefer, merkte, wie der Stoff um ihre Hüften sich lockerte, wie das Kleidungsstück im Begriff war, von ihrem Körper zu rutschen, sie zu entblößen. Janina öffnete die Schere und schnitt weiter und weiter. Schließlich glitt der Stoff von ihren Hüften, sie spürte auf ihren Schenkeln die Kühle Raumluft. Die Schamesröte schoss ihr ins Gesicht. Nie hatte sie sich zuvor so erniedrigt gefühlt. Die Tränenseen in ihren Augen waren zu tief, als dass sie das Gesicht ihrer Chefin noch hätte deuten können. Sie vermutete ein lüsternes Lächeln, pausierte für einen Augenblick, hoffte auf den erlösenden Befehl, aufhören, das erniedrigende Prozedere abbrechen zu dürfen. Er kam nicht. Um sie nicht unnötig zu reizen, richtete sie sich auf, atmete einmal zitternd ein und setzte die Schere an ihrem Dekollete an. Als sie die Schere schloss und ausatmete, rann eine Träne über ihre Wange, die Klingen schnurrten durch den zerreißenden Stoff und in ihrer unsicheren Bewegung zerschnitt sie einen Knopf, der durch das Zimmer flog und klappernd in einer entfernten Ecke landete. Das leise Geräusch klang durch den gesamten Raum. „Halt!", wurde sie mitten im Schneiden jäh gestoppt. „Was ist das denn, was sehe ich denn da?" Janinas Herz sank noch tiefer. Hatte ihre Demütigung denn gar kein Ende? „Komm her, ich will das genauer sehen!" Janina schniefte und trat unsicher hinter den Schreibtisch. „Meine Güte, was sehe ich da? Du hast ja keine Kosten und Mühen gescheut! Wie putzig!" Die Chefin stand auf, trat an Janina heran und riss die letzten Zentimeter der Bluse auseinander. Der Stoff kreischte schmerzvoll in Janinas Ohren. Dann fühlte sie die Hände der Chefin durch die Korsage. Sie prüften das Leder und hinterließen ein eigentümliches Gefühl. „Du bist ja eine kleine Domina! Machst du so was öfter? Ich bin beeindruckt!" Der Bürokauffrau wurde die Schere aus der Hand genommen, und sie musste sich herum drehen. Der kalte Stahl wurde an ihrem Nacken angesetzt und schnitt durch den Kragen ihrer Kostümjacke und des Hemdes. Wenige Augenblicke später wurde mit einem kraftvollen Ruck der Stoff entzwei gerissen. Das Kreischen des Stoffes war so laut und der Ruck so heftig, dass Janina fast das Gleichgewicht verlor. Als die Fetzen von ihren Schultern glitten, die Büroluft sie frösteln ließ, da überkam sie ein neuerlicher Schauer und die Tränen rannen stärker ihre Wangen hinunter, ruinierten das sorgfältig aufgelegte Make-up. Aber weder der verlaufende Mascara, noch ihre verquollenen Augen beschäftigten sie. „Aber den Anblick, den will ich so richtig genießen! Komm, runter mit den restlichen Fetzen!" Frau Wichmann nahm das Heft des Handelns nun vollkommen in die Hand und schnitt mit einigen kraftvollen Bewegungen in das teure schwarze Leder der Stiefel, bis hinunter an die Sohlen. Der Gedanke an die teuren Stiefel, das viele Geld, das sie gekostet hatten, war schrecklich. Schlimmer noch als das Geld war das Symbol dieser Tat, wie ihre Träume, ihre Hoffnungen mit wenigen Schnitten zerrissen wurden. Treffender hätte Frau Wichmann sie nicht demütigen können. Schließlich mussten auch ihre Nylons noch dran glauben, doch das nahm sie nur noch am Rande zur Kenntnis. Da stand sie nun im Lederslip und der Korsage, die sie tags zuvor noch zu einer Herrin gemacht hatte. Nun wirkte es nur noch lächerlich, nun war es das erniedrigende Outfit einer Sklavin. Nun war die Korsage nicht mehr haltgebend, sondern einzwängend. Bei jedem Atemzug spürte sie, wie das Leder sie einpferchte, wie es sie einschränkte einer Fessel gleich. Schlimmer war noch für sie, wie sie sich begutachten lassen musste von ihrer Chefin, die wie eine Raubkatze um sie herumschlich, Janina musterte, mit beleidigenden Kommentaren belegte, sie anfasste, prüfend über ihren Po streichelte, um ihr im nächsten Augenblick einen lauten, stechenden Klaps zu geben. Sie spürte, wie die Finger ihre Brüste ertasteten, lieblos wie bei einer Fleischbeschau. Nie zuvor war sie so erniedrigt worden, und es gab nichts, was sie dagegen tun konnte. Sie musste es über sich ergehen lassen, wollte sie ihren Job retten. Doch mittlerweile hatte sie dies vollkommen vergessen. Sie ließ sich nur noch treiben durch die dunklen Windungen ihrer Seele, im kalten brackigen Wasser, einer Strömung, der sie sich nicht widersetzen konnte. „Du bist ja ein heißer Feger in deiner Kostümierung! Ich glaube, wenn ich so rumlaufen würde, dann käme ich auch auf solch abstruse Ideen, wie meine Chefin erpressen zu wollen. Aber ich glaube, wir müssen dir die Flausen austreiben." Die Kälte der Schere zwischen ihren Schulterblättern trieb eine Gänsehaut ihren Rücken hinunter. Und dann schnitt die Chefin wirklich die teure Korsage kaputt. Es war offensichtlich nicht einfach, Frau Wichmann hatte schwer zu kämpfen, doch Janina spürte, wie das Leder nachgab, wie die Schnürung zerschnitten wurde und ihr Oberkörper aus der Fesselung befreit wurde. Die 250€ gingen Janina durch den Kopf, die sie das wunderschöne Teil gekostet hatte. Ein letztes Mal wurde die Kostbarkeit dieses Stücks deutlich, als es dumpf auf dem Teppich aufschlug. Nun war Janinas Oberkörper entblößt. Ihr Bauch, ihre Brüste waren frei sichtbar, nur der dünne Lederslip verdeckte noch ihre Scham. „So, du kleines Luder, jetzt bleibt nur noch der Slip, dann trägst du genau das, was dir zusteht!" Verstört wie ein kleines Schulmädchen ließ sie sich von ihrer Chefin dirigieren, die sich wieder in ihrem Bürostuhl niedergelassen hatte. „Dann wollen wir dich doch mal ansehen!" Sie zog Janina zu sich und ließ ihre Finger über deren Schenkel fahren, über den Bauch, den String entlang und über die Hüften. Zunächst waren Janina die Berührungen zuwider, jagten ihr eine Gänsehaut ein, verängstigten sie. Was sollte sie davon halten? Doch die Bewegungen waren plötzlich anders, zart, vorsichtig, behutsam, dass sich das Gefühl bald wandelte. Gegen ihren Willen musste sie sich eingestehen, dass die Berührungen sie erregten. Sie musste wackelige Knie zur Kenntnis nehmen und eine pochende Wärme in ihrem Schoß. Diese Gefühle irritierten sie, mehr noch versuchte sie aber, sie zu kaschieren, wollte nicht, dass die blonde Frau erfuhr, dass Janina durchaus Erregung empfand. Sie durfte keine Zustimmung signalisieren, sonst würde ihre Chefin nur noch forscher werden, die Demütigungen nur noch weiter treiben. Als Janina in der vergangenen Woche den Stein losgetreten hatte, da hatte sie nur ein Spiel im Sinn gehabt, das ihr und sicherlich auch ihrer Chefin Freude und Genugtuung bereiten sollte. Sie wusste aber nicht, ob die Blonde ähnliche Absichten hatte. Diese Wandlung von der willigen Devoten zur unbarmherzigen Dominanten schüchterte sie ein. Sie traute ihr nicht, nicht ihren Absichten, nicht ihren Handlungen. Die Chefin konnte alles mit ihr machen. Sie konnte sie rauswerfen oder Dinge anhängen, sie konnte sie vor der gesamten Belegschaft demütigen und erniedrigen. Es gab keine Grenzen. Janina durfte sie einfach nicht zu mehr animieren, dadurch dass sie ihre Erregung und Zustimmung ausdrückte. Von Frau Wichmann musste sie alles erwarten. Die war offenbar wild entschlossen, ihren Weg in der Firma ihres Vaters zu machen, vielleicht sogar dafür über Leichen zu gehen. Sie fühlte sich an ihren Traum des vergangenen Wochenendes erinnert, in dem sie ihrer Chefin die Kleider vom Leib gerissen hatte. All dies hatte sich gewandelt, nunmehr waren ihr die Kleider vom Leib geschnitten worden und sie wurde erniedrigt. Sie war auf ein Rad der Fortuna gespannt, das sich einmal in ihrem Sinne drehte, dann aber auch unbarmherzig ihr Schicksal in die Tiefe stürzte. All das schoss ihr in wenigen Sekunden durch den Kopf, während die Finger sie immer noch streichelten, mit ihrer Zartheit quälten. Doch je mehr sie ihre Lage reflektierte, je mehr sie sich ihrer Position und Machtlosigkeit bewusst wurde, je größer der Kloß in ihrem Hals wuchs, desto mehr zitterten ihre Knie, desto stärker empfand sie die unsichtbaren Fesselungen, desto mehr durchzogen sie die warmen Schauer. Sollte sie wirklich Gefallen an dieser Situation finden? Sollte sie wirklich darin eine verborgene Wahrheit spüren? Sie wollte es nicht wahrhaben, nie zuvor hatte sie derartige Phantasien verfolgt. Als Janina aus ihren Gedanken zurück kehrte, stellte sie fest, dass ihr Atem schwerer ging. Sie suchte sich zu beherrschen, es zu verbergen, aber da war es schon zu spät. „Du kleines Luder findest Spaß daran!" Es war dieser Satz, der sie vielleicht noch mehr demütigte, sicher aber erregte, als all die anderen Erniedrigungen, die sie zuvor hatte ertragen müssen. Ihre Chefin hatte eine Erfahrung aus ihr herausgekitzelt, die ihr selbst zuvor unbekannt gewesen war. Diese Macht, die sich nunmehr auch auf die Erkenntnis erstreckte, erregte sie noch mehr. Sie musste hinnehmen, wie die Blonde mit ihr spielte, sie musste sich ihr ausliefern, sie musste erdulden, sie musste ihr Schicksal in das der anderen legen und sie musste auf Milde und Gnade hoffen, sie vielleicht erbeten, erbetteln. Plötzlich fühlte sie den kalten Stahl der Schere auf ihren Schenkeln. „Wenn du so scharf bist, dann kannst du es wohl nicht erwarten, bis ich dir auch noch den albernen Slip wegschneide!" Janina fühlte sich von entschlossenen Händen zu der Blonden hingezogen. Längst hatte sie ihre Augen geschlossen und nahm die Umwelt nur noch über die Berührungen ihrer Haut wahr. Als das Aneinanderschleifen der Klingen durch ihre Ohren klang, da zog sich eine Gänsehaut über ihren Rücken. Frau Wichmann setzte die schwere, abgerundete Schere an und schnitt in das schwarze Leder, doch der Schnitt ging nicht durch die dünnen Bündchen, er lief vielmehr senkrecht über ihrer Scham hinab. Erneut spürte Janina, wie Material sich von ihren Hüften löste, wie die Spannung nachließ, der Bund über ihre Haut zu rutschen begann. Langsam wurde die Schere mit dem bekannten Schleifgeräusch erneut geöffnet und ein weiteres Mal wurde in das Leder geschnitten. Das kalte Metall und das ebensolche Geräusch lösten noch etwas anderes aus. Sie merkte mit einem Mal, wie sie dem endgültigen Abgleiten des Stoffes entgegenfieberte, wie sie wollte, dass der Slip fiel, sie sich vor ihrer Chefin vollkommen entblößte, wie ihr auch der letzte Rest Schutz und Würde genommen würde. Sie wollte sich hingeben. Ein weiterer Schnitt und Janina fühlte, das schwere Metall auf ihrem Schamhügel, ja es tauchte zwischen ihre Schenkel in die geschwollene Vagina. Es bedurfte nur noch weniger Schnitte, dann würde der Stoff fallen. Nichts anderes galt. Ihr Leib zitterte, ihre Knie zitterten, längst war es ein Zittern der Lust. Doch ihre Chefin tat ihr den Gefallen nicht. Sie hielt inne, zog die Schere zurück. Janina seufzte gequält. „Du bist ja wirklich ein ganz geiles Luder! Schämst du dich nicht, hier so rumzujabsen? Meine Güte, reiß dich doch zusammen! Die Schere ist schon ganz nass von deinem Schleim! Das ist ja widerlich, wie wenig Selbstkontrolle du hast!" Die Schere wurde auf ihren entblößten Brüsten abgewischt und die kondensierende Feuchtigkeit kühlte ihren erhitzen Körper ein wenig. Dann spürte Janina, wie die Schere erneut angesetzt wurde an der Stelle, an der sie abgesetzt worden war, und ein weiteres Mal riss ein Schnitt in das Material. Doch wieder hielt die Schere inne und Frau Wichmann spielte mit der geschlossen Schere, ließ sie vorsichtig in Janinas Vagina gleiten, rieb an der hervorstehenden, pulsierenden Klitoris, wurde empfangen von den erregten Säften Janinas. Diese hatte längst damit abgeschlossen, sich zurückhalten zu wollen, die Kontrolle über die Situation behalten zu wollen. Sie hatte sich längst an der Lehne des Stuhles abgestützt, um dem Zittern ihrer weichen Knie entgegenzuwirken. Sie wurde von der Frau, die sie zu unterwerfen beabsichtigt hatte, nunmehr selbst unterworfen, mit einer Schere penetriert, und das schlimmste daran war, dass sie es genoss, dass sie sich hingeben wollte und konnte. Sie ließ ihren Widerstand, ihre Revolte und Würde fallen und gab sich hin. Als ihr Stöhnen lauter wurde, legte Frau Wichmann selbst Hand an, befingerte sie, massierte sie, trieb sie zum Höhepunkt hin, um kurz davor inne zu halten, die Spannung zu verringern aber die Erregung aufrecht zu erhalten. Die Finger quälten Janina an den Rand eines Orgasmus, gewährten ihn jedoch nicht. Janina streckte ihren Unterleib der Hand entgegen, die die Kontrolle über sie erlangt hatte, doch diese war nicht so einfach gewillt, einzulenken, ihr Befriedigung zu verschaffen. „Wenn du deinen Orgasmus willst, dann bettele! Dann sag mir, wer hier die Befehle gibt und wer die wahre Herrin ist!" Doch Janinas Widerstand war längst gebrochen. Es bedurfte keiner Anstrengung mehr. Zu diesem Zeitpunkt hätte sie alles getan oder gesagt, um an ihr Ziel zu gelangen. So winselte und bettelte sie, unterwarf sich mit Worten, flehte um ihren Orgasmus, wie sie noch nie um etwas gefleht hatte, und genau dies erregte sie nur noch mehr. „Bitte, bitte lassen Sie mich kommen, ich flehe Sie an. ... Ich tue alles, was Sie wollen, aber bitte, schenken Sie mir den Orgasmus! ... Sie sind meine Herrin, ich tue, alles, was Sie befehlen, aber bitte seien Sie gnädig mit mir!" Als dann endlich die erlösenden Worte kamen: „Ich erhöre dich und gewähre dir deinen Höhepunkt!", da waren es nicht die zielstrebigen Finger, die sie über die Klippen stürzte, da waren es die Worte allein, die Janina zu einem erschütternden Höhepunkt peitschten. Janina stöhnte nicht mehr, es waren längst verzweifelte Schreie, die sie ausstieß. So laut und durchdringend, dass ihre Chefin sich genötigt sah, ihr den Mund zuzuhalten, die Schreie zu unterdrücken, zu dämpfen. Und Janina kam, wie sie noch nie zuvor gekommen war, sank auf den Boden, zu Füßen ihrer Chefin und nunmehr auch Herrin. Janina wusste nicht, wie lange sie weggetreten war. Vielleicht waren es nur Augenblicke, es könnten aber auch Minuten gewesen sein, in denen sie zu keinem Gedanken fähig war. Als sie wieder zu sich kam, da hockte sie vor dem Bürosessel ihrer Chefin, nackt, erschöpft, leer und vollkommen aufgewühlt. Der Lederslip lag längst in Fetzen auf dem Boden. Kein einziges Kleidungsstück bedeckte mehr ihren Leib. „Da bist du ja wieder! Meine Güte, du gibst ja wirklich alles. So was habe ich auch noch nicht erlebt, wie du hier das Büro zusammen gebrüllt hast!" Janina senkte beschämt den Kopf. Mit dem Abkühlen ihres Körpers kam auch ihr Schamgefühl zurück, und sie schlug die Augen nieder. Sie hatte noch nie einen dergleichen intensiven Höhepunkt erlebt und noch nie hatte ihr jemand eröffnet, dass sie sich dabei so laut gebärdete. „Immerhin haben wir jetzt ein für alle Mal geklärt, wer hier das Sagen hat! Deine kleine Show letzte Woche wird nie wieder vorkommen. Ich bin deine Herrin, und du bist mir ausgeliefert und tust, was ich sage und was ich will, wenn du deinen Job hier behalten willst! Hast du das verstanden?" Janina musste schlucken. Sie hatte keine Wahl, wusste, dass jeder Widerstand zwecklos war, dass sie nur eines sagen konnte: „Ja, ich habe verstanden!" „Sehr schön! Dann wäre das ja geklärt. Zunächst mal sollten wir dir was anzuziehen geben. Deine Kleider sind ja alle nur noch Fetzen!" Frau Wichmann öffnete eine Schublade in ihrem Schreibtisch und kramte darin. „Bastele dir doch was, bis wir was Passenderes finden! Ich glaube, ich muss dir mal den Umgang mit Büromaterial erklären. Wie wäre es mit einem lustigen kleinen Slip und BH aus Büroklammern? Du ist doch bestimmt klug genug, dir zu überlegen, wie so was aussehen könnte, nicht wahr?" Mit diesen Worten warf sie Janina eine faustvoll Büroklammern vor die Füße und ließ ein paar Zettel eines Notizblocks folgen. Janina begab sich auf die Knie, sammelte die Klammern ein und fühlte sich ganz klein, hier nackt und gedemütigt auf dem kalten Boden kriechen zu müssen. Sie erinnerte sich daran, wie vor Tagen noch sie ihrer Chefin diese Prozedur hatte angedeihen lassen. Sie erinnerte sich daran, dass ihre Chefin an dieser Behandlung durchaus Befriedigung empfunden hatte. All das war vergangen. Nun hatte sie den Platz der Sklavin eingenommen und es gab keine Hoffnung. Dann verband sie die Klammern zu einer langen Kette, legte sie sich um die Hüften, verband sie, umwickelte sie mit den Zetteln, machte eine weitere Kette, kleidete sie mit weiteren Zetteln aus, verband einige der kleinen quadratischen Papierstücke mit Klammern zu einem größeren Feld zusammen und befestigte sie um die Hüften herum, sodass sie schließlich ein kleines Röckchen trug, das ihre Scham allerdings nur sehr, sehr spärlich bedeckte. Derweil wurde sie von ihrer Chefin ignoriert, die an ihrem Computer arbeitete. Erst als Janina ihr Werk verrichtet hatte, auch einen provisorischen BH gebastelt hatte, der sie zwickte und piekte, aber ihre Brüste nicht wirklich bedeckte, da erbarmte sich ihre Chefin eines Blicks, nachdem sie Janina minutenlang hatte warten lassen. „Das hast du aber fein gemacht! Da siehst du mal, wozu Büroklammern alles gut sein können!" Der Spott troff aus den Worten. „So, und jetzt mach dich an deine Arbeit! Hier ist eine Liste mit den Dingen, die nach deinen so nett ausgearbeiteten Reformvorschlägen noch abzuarbeiten sind!" Damit warf sie Janina ein Papier vor die Füße. Die Bürokauffrau bückte sich schnell, nahm das Papier und war froh, sich in ihr Vorzimmer zurückziehen zu dürfen, wo sie in ihrer demütigender Montur ihrer Arbeit nachging und hoffte, dass niemand ihre Chefin in deren Büro besuchen wollte. Den ganzen Tag über blieb Janina im Büro. So konnte sie sich nicht zeigen. Sie fühlte sich wie eine Gefangene. Als ihre Chefin zum Mittag ging, blieb sie allein zurück, versuchte praktisch nackt, nur mit den albernen Zetteln und Büroklammern bekleidet ihre Arbeit zu erledigen, fühlte dabei ständig die spitzen Büroklammern, die sich in ihren Po drückten, sodass sie immer wieder auf ihrem Stuhl hin und her rutschte, was nur noch mehr Stiche zur Folge hatte. Doch diese kleinen Schmerzen brachten noch mehr, eine Wärme, die Janina nicht wahr haben wollte, die sie zu leugnen suchte, die sie beschämte, der sie sich aber nicht entziehen konnte. Gefangen hier in dem kalten Büro, unbekleidet, von ihrer Chefin so unwillkürlich in den Dreck gestoßen. Sie war hilflos Frau Wichmann ausgeliefert. Es war nicht allein die Kühle des Büros, die ihre Brustwarzen hatte hart werden und aufrichten lassen und die für die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen, die Wärme in ihrem Leib gesorgt hatten. Trotz des Höhepunktes, den sie genossen hatte, der so intensiv gewesen war wie noch keiner zuvor, konnte sie sich nicht mit dem Arrangement zufrieden geben. Wie sie jetzt war, war sie am Morgen nicht in das Büro gekommen und sie wusste nicht, ob sie sich in dieser Rolle als Nichts wirklich zufrieden geben konnte. Ihr gingen die Ansprüche durch den Kopf, die sie ursprünglich dazu gebracht hatten, sich gegen ihre Chefin aufzulehnen. Ihr Wissen, ihre Kompetenz, ihr Verständnis von der Firma und ihre Intelligenz standen in harschem Kontrast zu der demütigenden Gestalt, die sie jetzt ablieferte. Doch gerade als sie versuchte, sich wieder aufzubauen, sich wieder ihrer Selbstachtung bewusst zu werden, da kehrte Frau Wichmann von der Mittagspause zurück und zwang Janina dazu, um eine Apfelsine und ein Brötchen zu betteln, die diese ihr mitgebracht hatte. „Schließlich willst du in deiner Montur doch nicht in die Kantine gehen, oder?", waren ihre Worte gewesen. So arbeitete Janina den ganzen Tag die Liste ab, suchte Akten heraus und stellte Zahlen zusammen, brachte ihrer Chefin Kaffee, musste vor ihr posieren, musste sich zwischen ihren Schenkeln berühren lassen, Kommentare über ihre Figur ertragen und nie versiegenden Spott ertragen. Es war schon spät am Abend, als Frau Wichmann ihren PC ausschaltete und in das Vorzimmer kam. Die Frage, wie Janina wohl ohne Kleider nach Hause kommen sollte, hatte sie schon den ganzen Tag beschäftigt. All ihre Kleidungsstücke waren zerschnitten, sie hatte nichts anzuziehen. Janina musste vor ihrer Chefin knien, deren Füße küssen, betteln und flehen, um eine alte, durchlöcherte Sporthose und ein verschwitztes Sweatshirt Frau Wichmanns zu erhalten, das unangenehm roch. Und sie musste die beiden Kleidungsstücke über die gebastelte Unterwäsche anziehen. „So, du kleines Miststück. Das sind schon mehr Kleidungsstücke als du verdienst! Morgen wirst du dich für meine großzügige Gabe dankbar erweisen müssen. Von nun an werden sich einige Dinge ändern, und wehe, du gehorchst nicht! So, du darfst gehen! Morgen werde ich mit deiner Erziehung beginnen, du kleines Luder!" Ein letztes Mal musste sie sich auf die Knie begeben und ihrer Chefin die Füße küssen. Dabei spürte sie wieder die stechenden Klammern auf ihren Hüften, zwischen ihren Schenkeln. Dann zog ihre Chefin sie zu sich und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss, umarmte sie, drückte sie an sich, dass die Klammern sich nur noch tiefer in Janinas Hüften bohrten. Doch der Schmerz und die Küsse verfehlten ihr Ziel nicht. Schnell wurde Janina wieder heiß in ihrem Schoß und sie gab sich dem Kuss hin und drückte ihre Körper der Hand entgegen, die sie erneut streichelte, ihre Scheide durch den Stoff der Trainingshose massierte. Und sie spürte die Feuchtigkeit, die sich zwischen ihren Beinen sammelte. Sie spürte das Pochen, sie spürte ihre Hilflosigkeit und das Gefühl des sich Fallenlassens. Sie schmiegte sich nur noch fester an den Körper ihrer Chefin und genoss den Kuss, die Finger und das Stechen der Klammern und bereitete sich auf einen weiteren Höhepunkt vor, ließ es geschehen. Doch kurz bevor sie so weit war, bevor sie über die Klippen fiel, da hielt ihre Chefin inne. Stoppte. Stieß sie von sich weg. Frustriert stöhnte Janina, konnte es nicht fassen, wollte gerade um Erlösung betteln, als ihre Chefin ansetzte. „Jetzt sieh dich mal an, du kleines Luder! Ganz feucht! Es ist ja widerlich, wie wenig Kontrolle du über dich hast!" Da war wieder der Hohn, triefend und gemein. Zunächst verstand Janina nicht, bis Frau Wichmann zu ihrem Schritt nickte. Mit Schrecken musste Janina erkennen, dass deutlich sichtbar ein feuchter Fleck zwischen ihren Schenkeln prangte. Ihre Feuchtigkeit hatte den Stoff durchdrungen, hatte ihn gefärbt, verdunkelt. „Du bist wirklich ein kleines Miststück! Und jetzt verschwinde, damit jeder sehen kann, wie geil du bist und wie wenig du dich unter Kontrolle hast!" Schnellen Schrittes verließ Janina nervös und ängstlich die Firma, hoffte, dass niemand sie sehen möge, hielt die Hände betont beiläufig vor ihrem Schritt, versuchte es unauffällig zu machen, wirkte aber umso verkrampfter. Sie hastete an dem Pförtner vorbei, den sie am Morgen noch so stolz passiert hatte. Ihre Zeit als Herrin war eine kurze gewesen. Nunmehr ging sie als wieder eine andere Person durch die Vorhalle am Pförtner vorbei. Der hob die Hand zum Gruß, doch sie hielt die Hände verschränkt, nickte ihm nur zu und beeilte sich dann, aus seinem Blickfeld zu kommen, ohne zu große Aufmerksamkeit zu erregen. Als sie die Firma verließ, da lief sie gebückt und klein an ihm und seinen fragenden Blicken vorbei. Und eine Träne rann ihr Wange hinab. |